thumbs: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische Untersuchung. Rückstände von Raps- und Rübseusamen. 337 
A. Die Epidermis- wie auch die ä 
I. Die Zellen des äußeren Paren 
chyms sind in den Ecken kollen- 
chymatisch verdickt und schließen 
Interzellularräume ein. 
1. Die Palissaden sind farblos, in der Fläche 
ohne Maschennetz. Die Schale ist glatt: 
Sinapis alba. 
2. Die Palissaden wie Parbstoffzellen ent 
halten einen mattbraunen Farbstoff; 
erstere sind in der Flächenansicht eng- 
lumig; die Schale ist zart netzig-grubig: 
Sinapis disecta. 
3. Das äußere Parenchym besteht aus 
großen, sehr deutlich hervortretenden 
Zellen; die Palissadenzellen sind niedrig 
und von etwas ungleicher Höhe; sie be 
wirken eine weitlumige Maschen 
zeichnung: 
Raphanus Raphanistrum. 
B. Das äußere über den Palissadf 
gedrückt und nach der Quellung kaun 
I- Die Epidermis zeigt im Quer 
schnitt starke, schleimige Quellung. 
1. Die Palissaden erscheinen farblos. 
a) Samenschale ist glatt, die Palissaden sind 
in der Flächenansicht ohne Maschen 
netz u. erscheinen mit sehr schmalem, 
ovalem Zelllumen; Farbstoff der reifen 
Samen in den strichförmigen Lumina 
violettsohwarz: 
Sinapis arvensis. 
i>) Samenschale ist rauh, fein grubig; 
Brassica trilocularis. 
2. Die Palissaden erscheinen gelb bis braun 
gefärbt. 
a ) Die Palissaden sind nur bis zu 1 / 3 bis 
3 U der Höhe verdickt, sehr schlank: 
Brassica carinata. 
b) Die Palissaden sind überall bis fast zur 
vollen Höhe verdickt. 
«) Palissaden kräftig, stark verdickt, 
mit großem Lumen, dunkelbraun, 
ohne Netzzeichnung: 
Brassica oleracea. 
ß) Oberfläche der Samen grob netz 
adrig, Palissaden sehr niedrig, 
maschengezeiohnet. Rötliche Pig 
mentzellen: Brassica juncea. 
y) Palissaden etwas gestreckter, die 
Lumina deutlicher erkennen lassend, 
im Querschnitt braun, nicht rötlich. 
Schwache Netzzeichnung: 
Brassica Besseriana. 
Landwirtschaftliche Stoffe, 3. Auflage. 
ußere Parenchymschicht sind quellbar. 
II. DieZellen des äußerenParen- 
chyms sind im allgemeinen ein 
schichtig, nicht kollenchymatisch 
verdickt und ohne Interzellular 
räume. 
1. Die Schale ist braun; die Netzzeiohnung 
unter dem Mikroskop zwar kräftig, aber 
etwas verschwommen; Parbstoffzellen 
mehrschichtig; Brassica nigra. 
2. Farbstoffzellen sind einschichtig; son 
stige Eigenschaften wie bei der vorigen 
Art: Brassica japonica. 
a lagernde Parenchym ist zusammen 
sichtbar. 
II. Die Epidermis läßt am Quer 
schnitt keine schleimige Quellung er 
kennen. 
1. Die Palissaden sind sehr niedrig, erscheinen 
farblos oder gelblich, zeigen keine Schich 
tung und stehen gedrängt aneinander. 
a) Schale glatt, ohne Netzzeiohnung, die 
Lumina der Palissaden in der Flächen- 
ansioht auffällig eng: 
Brassica glauca. 
b) Schale fein netzig-grubig, daher 
Maschenzeichnung; Palissaden wie bei 
Br. Rapa, aber heller und glänzender, 
Masohennetz sehr schwach: 
Brassica dichotoma. 
2. Die Palissadenzellen erscheinen bräunlich 
gelb bis braun, sind höher als die unter 1. 
a) Palissaden ähnlich wie bei Br. dicho 
toma, aber dolchförmig, sehr deutliche 
Maschenzeiohnung: 
Brassica ramosa. 
b) Palissaden in der ganzen Länge ver 
dickt, oben abgerundet; Lumina der 
selben durchschnittlich so breit wie 
zwei aneinanderstoßende Zellwände; 
keine Masohenzeichnung, daher glatte 
Schale: Brassica Napus. 
c) Lumina der Palissaden viel enger als 
die Zellwände; schwach ausgeprägte, 
aber deutliche Maschenzeichnung, daher 
feine, grubige Schale: 
Brassica Rapa. 
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