Mikroskopische und biologische Untersuchung.
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Sphaerotilus natans (Fig. 322, S. 874) bildet in offenen Gewässern flutende
schleimige Flocken von weißlicher, zuweilen auch rötlicher Farbe, die man besonders
an seichten Stellen mit starker Strömung findet, und die zumal beim Aufbewahren
Fig. 32B. Beggiatoa-Kolonie auf einer Algenzelle (Vergr. 340-fach).
Die Pflanzen a, b und c sind vollständig und zeigen den Gegensatz von Basis und Spitze, indem an
ersterer deutliche Gliederung mit nur vereinzelten Schwefelkörnern bemerkbar ist, während an der
Spitze des Fadens bei undeutlicher Gliederung eine reichliche Ablagerung von rundlichen Schwefel-
körnern eingetreten ist. Ferner tritt an dem Ende des Fadens eine schwache Erweiterung desselben
neben der Bildung von Mikrokokken deutlich auf. Die beiden Fäden a und d zeigen an einer Stelle
eine bei Beggiatoa häufig vorkommende spiralige Krümmung. In e—h sind Fäden dargestellt, von
denen nur noch die basalen, der Algenzelle aufsitzenden Stücke vorhanden, dagegen die Endstücke
abgestoßen sind, welche letzteren in Form von schlangenförmigen Stücken an den Enden mit 2 Cilien
versehen als selbständige Individuen im Wasser umher schwärmen.
in einer Flasche widerlich süß riechen. Siedelt sich der Pilz in Eöhren an, so bildet
er eng anliegende Häute. Er gehört zu den Fadenhakterien. Seine Fäden sind
2—3 jx dick und bestehen aus kurzen, in einer farblosen Scheide liegenden Zellen.
Er kommt in großen Mengen nur im Winter vor, hält sich aber während des