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abermals '/* c. Das zu beladende Schiff zahlt dazu noch
Vs c.
ln New York kostet also Ein- und Ausladen und 5 Tage
(bis 10 Tage) Lagern 1V4 c., in Buffalo nur Vi + Vs = V» c-
_ 2-3 Kreuzer per Mtc. Das macht per B. V» c. Ersparung.
Eine grosse Summe, denn für die in natura im Jahre 1S80
über die atlantischen Häfen exportirten 119 Mill. B. macht das
über 1 Million Dollars aus! Ohne Zweifel wird man das Bei
spiel von Buffalo in anderen Städten befolgen, und so werden
sich die Handelsspesen des Getreides in Amerika noch weiter
vermindern.
Die englischen Regierungscommissäre, die Parlamentsmit
glieder, Messrs. Pell und Read, veranschlagten i. J. 1879 die Un
kosten des Getreidetransportes vom Westen Amerikas nach
Chicago auf 20 c., von da nach New-York auf 15 Va c., von
da nach Liverpool auf 14Va c., dazu 3'/* c. Lagerungs- und
Ueberladungsspesen in Amerika und 6V4 c. solche in Liver
pool. Von den letzteren will ich absehen, da sie in den
einzelnen europäischen Häfen verschieden, überall noch viel
zu hoch sind und man sie zweifellos, durch bänführung
ähnlicher Elevatoren, wie in Amerika, ermässigen wird.
Read und Pell gaben also die gesummten 1 ransportkosten
— ohne die Platzspesen in Liverpcx)! — vom Westen
Amerikas in einem englischen Hafen hinein an auf 53 V4 c.
per B. = 4.74 fl. per Metercentner. Diese Herren meinten
eine Verringerung dieser Unkosten sei auch in Zukunft nicht
wahrscheinlich !
Herr Finlay Dun begleitete diese Commissäre damals und
publicirte fortlaufende gute Reports in der „Times“ von dieser
Reise, woraus er jetzt ein Buch gemacht hat: „American
Farming and Food, London 1881“. Er reist zur Zeit wieder
in Amerika und hatte ich im September eine lange Conferenz
mit ihm in Chicago.
Seite 434 giebt er die Fracht per B. von der Farm bis
nach England auf 1.87 sh. = 43 ^ = 3*^3 Metercentner
an, also schon niedriger als jene Herren, mit denen er reiste.
Dazu rechnet er sh. = 7 Va c., für Versicherung, Dock und
andere (?) Chargen.