thumbs: Kapitalismus und Sozialismus

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II, 3, B. Die Leistungsfähigkeit des Sozialismus 
erreichen?^) stU« diese Dispositionen, die ja auch fortwährend wie 
der neuen Verhältnissen anzupassen sind, werden nur von einem 
Betriebsleiter auf die Dauer richtig getroffen werden, der am Er 
trag des Gutes persönlich interessiert ist. Es ist undenkbar, daß 
hier eine bureaukratische Verwaltung durch Beamte, die ihrer Na 
tur nach stets nach schematischer Regelung strebt, je zum Ziele 
führen könnte. Darum denken ja auch die Staaten, die über einen 
größeren vomänenbesitz verfügen, nicht daran, ihre Landgüter durch 
staatliche Beamte bewirtschaften zu lassen, sondern sie verpachten 
ihren Besitz regelmäßig. 
Vas sind die Gründe, aus denen die landwirtschaftliche Produktion 
ein unüberwindliches Hindernis für jede kollektivistische Regelung 
der Produktion bildet und es auch immer bilden wird. Mag es 
selbst dahin kommen, daß in der Industrie eine sozialistische Zentral 
leitung der Produktion bis zu einem gewissen Grade durchführ 
bar wird, an der Landwirtschaft wird sie immer scheitern. Das 
ist ja auch der Grund, weshalb mancher überzeugte Sozialist sich 
mit der individualistischen Verfassung der Landwirtschaft abgefun 
den hat und sich damit begnügt, für sie nur Beseitigung des Groß 
betriebs und Durchführung des Programms der Bodenreformbewe 
gung, d. h. Verstaatlichung des Bodenbesitzes, zu fordern. 
2. Ruch in der Industrie gibt die Bezahlung der Rrbeiter im 
Akkord nicht allein schon die Gewähr dafür, daß das Höchste geleistet 
wird. Es kommt dabei vielmehr sehr wesentlich noch ein weiterer 
Umstand in Betracht. Das ist der, daß, wenn auch die Rrbeiter 
nicht selbst Eigentümer der Produktionsmittel sind, so doch die 
Produktion für Rechnung und Gefahr von Privatun 
ternehmern geführt wird. Erst dieser Umstand in Verbin 
dung mit der Akkord- und Prämienlöhnung gewährleistet die bil 
ligste Produktion, von welcher Bedeutung dieser Umstand für die 
Billigkeit der Produktion ist, ergibt sich deutlich, wenn wir die wirt- 
33) Dies wird treffend näher ausgeführt von Fr. Beckmann, Zeitschrift 
für Sozialwissenschast, Iahrg. 1916, S. 497ff.
	        
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