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Klagen wegen quantitativer Verkürzung des Korns, Möglichkeit
der gleichzeitigen Löschung anderer Güter, da die Saugrohre nur
geringen Raum beanspruchen, und schließlich die Arbeit des
Hebers ohne jede fremde Hilfe, so daß die Schiffsmaschinen schon
während der kurzen Löschzeit gereinigt werden können. Und
es läßt sich nicht leugnen, daß diese Vorzüge tatsächlich vorhanden
sind. Die geringe Zahl der Mannschaft gegenüber dem
Handbetrieb macht die Beilegung eines Streiks durch Erhöhung
der Löhne und im schlimmsten Falle auch einen Ersatz durch
Arbeitswillige eher möglich. Auf der Hand liegt der Vorteil der
Heber gegenüber dem Handbetrieb bei Witterungseinflüssen; Regen
kann das Löschgeschäft bei Handbetrieb unmöglich machen, da
jede Feuchtigkeit die Qualität des Getreides beeinträchtigt, Schnee
und Kälte können die Arbeitsleistung beim Handbetrieb infolge
Glätte stark verringern und machen zudem das Auf- und Absteigen
der befrorenen Sprossen gefahrvoll. Ebenso ist die Nachtarbeit
bei Handbetrieb gefahrbringend. Desgleichen steht bei dem Saugheberbetrieb
der verkürzte Hafenaufenthalt mit seinen Vorzügen
für die verschiedenen Parteien außer Frage, ist doch sogar bei
Dockungen der Schiffe — wie es schon vorkam — eine Löschung
mit den pneumatischen Hebern ohne jede Schwierigkeit möglich.
Die Usanz, beim Wiegen ein Übergewicht zu erzielen, wird beim
heutigen automatischen Wiegen von gleichzeitig drei Tonnen beseitigt
und somit das Geschäft reeller als früher, wo man immer
Posten von je 80 kg mit der Brückenwage abwiegen mußte.
Ebenso hat auch die geregeltere Zufuhr durch schnellere Entlöschung
günstige Folgen für die Reellität im Getreidehandel gezeitigt.
Ferner kann jetzt das übrige Löschgeschäft der Schiffe
gleichzeitig mit der Getreidelöschung stattfinden, da das Heer
von Trägern verschwunden ist, das früher die Schiffsluken zum
Auf- und Abtragen in Anspruch nahm. Es wäre z. B. denkbar,
daß jetzt ein Schiff mit Getreideladung zu gleicher Zeit seine
Ladung mit Hebern löschte, daneben schon andere Ladung
wieder einnähme und sogar zugleich mittels Kohlenheber seine
Bunker füllte.
Außer den pneumatischen Getreidehebern weist Hamburg
noch zwei schwimmende Becherwerke, Paternosterwerke mit
Schaufelbetrieb von je 65 Tonnen Stundenleistung auf. Die
Anschaffungskosten betrugen 80000 Mark per Stück, die Kosten
der Entlöschung stellen sich auf 65 Pfennig per Tonne. Der Preis
für die Tonnenleistung ist somit freilich niedriger als derjenige der