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Dies ist eine schöne Aufgabe für eine Regierungs-
^onimission aus Europa, nachzuforschen, ob die Amerikaner
o viel weniger von dem Schmalze ihrer Schweine essen, als
on deren Fleische, oder ob man hier etwa Schmalz aus
herstellt, welche nicht von Schlacht-
^hweinen herrühren! Der englische Vicecónsul in Philadelphia,
si i" hat im December 1879 über dergleichen eine An-
^ ^^sgesprochen, aber seine Beweisführung Hess zu wünschen.
Unionsregierung hat eine officielle Untersuchung — durch
i Chef des statistischen Bureaus, Staatsdepartment
^ ashington — ansteUen lassen, deren Resultat in einer
^^roschüre gedruckt vorliegt. In derselben wird eine sehr
^ ze Sprache geführt, allein die Beweisführung erscheint mir
eniger stolz. In einem „32. Berichte über das Schweine-
en im Westen“ etc. von Ch. B. Murray in Cincinnati, 1881,
>sst es: Die Leichen crepirter Schweine „werden in Anspruch
locale Compagnie, welche die Manufactur
Dünger und Seifenfett betreiben.“ Ich glaube nicht de-
^^entirt werden zu können, wenn ich sage, dass die Her-
Pa dieser Producte die Thätigkeit der Rendering Com-
Snien nicht allein in Anspruch nehmen.
Nach Aussage eines Beamten des Viehhofes von Chicago
annehmen, dass in jeder Waggonladung von ca.
^ Weinen ein todtes Schwein ankommt; das macht zwei
von etwa sieben Millionen in Chicago ankommenden
^üch^ ~ 140-000 Stück. Nach der Ankunft werden wohl
^We*f welche crepiren und von den geschlachteten sind
p^abp welche so ungesund, dass sie an die Rendering-
Ch* abgegeben werden sollten, so dass diese von
allein ca. 150.000 Stück jährlich in den letzten
gg hätten beziehen sollen. Im letzten Sommer wogen die
Schweine 189, im Winter 212 Ibs. Netto, werden
geben^^^ * V* Centner Fett, ganz ausgeschmalzt,
Sch *• 20.000.000 Ibs. Fett von umgestandenen
bei jährlich für Chicago allein. Das Renderinghaus
Mittel Herr Kern und ich besuchten, zahlt im
2 Cents per Pfund umgestandener Schweine Brutto-