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bremische Handelskammer, Bremen 1883; Konferenz zur Besprechung der von
der Rciohakommission festgestellten, dem Bundesrat zur Beschlufsfassung vor
liegenden Projektes zur Korrektion der Unterweser, in Minden am 12. Februar 1883;
L. Franzius und G. Franzius, in L. Franzius und Ed. Sonne, Hand
buch der Ingenieurwissenschaften, Bd. III, Der Wasserbau, 3. Abt., Wasserbau
am Meere und in Strommündungen, Leipzig II. Aufl. 1884, in neuer Bearbeitung
III. Aufl., 1901 (s. a. Fortschritte etc. a. a. 0.); Havestadt und Contag,
Projekt eines Weser-Seiten-Kanals Dedesdorf-Bremerhaven, Bremerhaven-Geeste
münde 1885; Zur Korrektion der Dnterweser, Eingabe der Handelskammer an
Senat und Bürgerschaft, Bremen 1886; L. Franzius, Die Korrektion der
ünterweser, Bremen 1888; derselbe, Neue Hafen-Anlagen zu Bremen,
eröffnet ira Jahre 1888, Hannover 1888; H. Bücking, Korrektionen der
Weser und Äufsenweser, Bremen 1889 (Marine-Rundschau, X. Jahrgang 1889,
S. 161); L. Franzius, Korrektion der Flüsse in ihrem untersten Gebiete,
Paris 1892; L. Franzius, 1). Franzius und E. R u d 1 o f f, Fort
schritte der Ingenieur-Wissenschaften, Seekanäle, Strommündungen, Seehäfen,
Leipzig 1894; L. Franzius und H. Bücking, Die Korrektion der
Dnterweser, Text und Atlas, Leipzig 1895; H. Bücking, Die ünterweser und ihre
Korrektion, Verhandlungen des 11. deutschen Geographeutages zu Bremen am
17., 18. und 19. April 1895, Berlin 1896, S. 110 ff.; Walther Lange, Der neue
Kaiserhafen in Bremerhaven, Marine-Rundschau, IX. Jahrgang, 1898, S. 228 ;
Die Korrektion der Unterweser und ihre Bedeutung für Bremen. Nauticus,
Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen, Berlin 1899; Bremen und seine
Bauten, 1900, S. 701 ff; Franz Buchenau, Die freie Hansestadt Bremen
und ihr Gebiet, III. Auf!,, Bremen 1900, S. 66; R. Rudloff, F. Claussen
u. 0. Günther, Die Bremeihaveuer Hafen- und Dock-Anlagen und deren Er
weiterung in den Jahren 1892—99, Hannover 1903; Die bremischen Häfen,
veröffentlicht von der Deputation für Häfen und Eisenbahnen zu Bremen,
Bremen 1905; G. Lehmann-Felskowski, Bremen und die Entwicklung der
bremischen Häfen, Berlin 1905 (Sonderabdruck aus Deutschlands Häfen und
Wasserstrafsen); Verhandl. zwischen dem Senate und der Bürgerschaft; Verhandl.
der bremischen Bürgerschaft; Tagesblätter (Bremer Nachrichten, 30. Juni 1907,
24. Jan., 21. Juni, 10. Juli, 16. Okt. 1908); Jahresberichte d. Handelskamm, in Bremen.
Bremen hat bereits im 16. Jahrhundert den Versuch gemacht,, durch
Anlagen in der Lesum die Lesumflut in die Weser abzustauen. Die Fahrbar
haltung der Weser durch Bremen hatte zugleich eine Stütze in dem Geleits-
reoht und der Geleitspflicht der Bremer auf der Weser, der Convoye, deren
wesentlicher Inhalt in neuerer Zeit Wegbarhaltung (wie bei den Landstrafsen)
war. Im 18. Jahrhundert arbeitete man namentlich mit Einengung des Stroms
vom Ufer aus, teilweise auch mit Baggermaschinen holländischer und französischer
u. a. Konstrukteure. Gröfsere Planungen setzen mit und nach der französischen Zeit
ein. In den Jahren 1814 bis 1825 wurden Aufwendungen von 7012 off bis zu
15 004 bezw. 19 056 off jährlich, im ganzen 120 738 off gemacht. 1846 ff. ver
wandte Bremen jährlich 60—60 000 off auf die Stromkorrektion. Die Verein
barung einer gemeinsamen Stromkorrektion, da namentlich unterhalb Vegesack
sich grofse Barren gebildet hatten, die 1848 angebahnt war [vgl. a. Vertrag
über die Verkehrsverhältnisse bei Gelegenheit des Eisenbahntraktats mit
Hannover, vom 14. April 1845, § 11, dem nachher Oldenburg beitrat], und 575 000 off
Gold kosten sollte, wurde durch die Revolution hinausgeschoben und kam erst