thumbs: Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches

— Schutz vor anti-deutschen Schiffahrtsmaßnahmen — ZZ 
troffen. „Australien und Kanada", so schreibt Professor 
Hermann Schumacher in seiner sehr beachtenswerten han 
delspolitischen Untersuchung für den Verein für Sozialpoli 
tik, „sind es auch vor allem gewesen, welche auf den Reichs- 
konferenzen von 1902,1907 und 1911 einstimmige Vefchlllsse 
zugunsten von Maßregeln „to proinote imperial trade in 
British vessels“ durchzusetzen wußten. Der Krieg wird 
diese imperialistischen Vestrebungen im britischen Reich 
nicht schwächen, sondern stärken. Damit müssen wir vor 
allem in der Seeschiffahrt bei einer Neuregelung unserer 
Handelspolitik rechnen. Wir müssen uns die Hände frei 
machen und frei halten, um, wenn es nötig wird, mit den 
dargelegten Maßregeln der Schiffahrtspolitik gewalt 
samen oder tückischen Angriffen mit aller 
Wucht und Schärfe b egegneu zu können. Ge 
rade hier, wo wir besonders verwundbar sind, darf die 
handelspolitische Rüstung keine Lücke aufweisen." 
Es kann sich aber bei der Förderung unserer weltwirt 
schaftlichen Beziehungen nach dem Kriege nicht nur darum 
handeln, gewisse Maßnahmen einer antideutschen Handels 
und Schiffahrtspolitik Groß-Britanniens zu vereiteln. Es 
muß vielmehr noch außerdem erstrebt werden, die britische 
Machtsphäre in der Weltwirtschaft als solche so zu begren 
zen, wie es dem Interesse unserer ausblühenden Volkswirt 
schaft entspricht. Diese weltwirtschaftliche Machtsphäre 
Groß-Britanniens kommt in den verschiedensten Machtfak- 
toron zum Ausdruck, welche sich Groß-Britannien auf 
Grund seiner jahrhundertalten Machtstellung zur See an 
geeignet und in ein britisches Monopol verwandelt hat. 
Mit Recht verweist Dr. Pudor in der Kreuzzeitung vom 
21. 7. 16 auf die Folgen dieser Seediktatur für den deut 
schen Handel und die deutsche Schiffahrt in Friedenszeiten. 
L e v Y, Die englisch« Gefahr. 3
	        
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