Mikroskopische Untersuchung. Sommerrübsen. Kohlsaat. Erdnuß.
339
Sommerrübsen, Brassica Bapa anuua Koch-Metzger.
Der Samen des Sommerrübsens ist kleiner, die Farbe desselben heller (rötlich-
braun) als der bezw. die des Rapses.
Die Zellstruktur des Sommerrübsens ist nahezu übereinstimmend mit derjenigen
von Brassica Napus, nur die der StäbcbenscMcht ist ein wenig abweichend. Die Länge
der Stäbchenzellen (Fig. 105) variiert nämlich in ziemlich regelmäßigen Ab
ständen um eine Kleinigkeit, und deshalb erscheint die Schicht in tangentialer
Lage über den längeren Stäbchen wie von einem undeutlichen Schattennetz überzogen.
Gleichzeitig sind die radialen Zellwände am zentralen oder basalen Teil so verdickt,
daß die Zelllumen nahezu verschwinden, niemals aber den Durchmesser der Doppel
wandungen erreichen.
Sommerrübsen. Querschnitt.
1 Epidermis, 2 Parenchymschicht, 3 Stäbchen
schicht, 4 Farbstoffschicht, 5 äußere, 6 innere
Endospermschicht.
Tangentialansichten zu den entsprechenden Nummern des Querschnittes.
Fig. 105. Sommerrübsen. (Vergr. 200.) Nach C. Böhmer.
Kohlsaat, Brassica oleracea L.
Die Zellstruktur von Brassica oleracea (Fig. 106, S. 340) ist derjenigen von
Brassica Napus und Eapa sehr ähnlich. Die Stäbchen sind gleich lang, der seitliche,
unverdickte Teil der Zellwände ist sehr kurz, auf Querschnitten kaum bemerkbar;
auf denselben sind kennzeichnend die hohen, in Wasser stark aufquellenden
Epidermiszellen.
Ober die in Raps- und Rübsenkuchen vorkommenden Sinapis- und sonstige
Brassica-Arten vergl. weiter unten unter „Unkrautsamen“.
Erdnuß, Lrachis hypogaea L.
Die Preßrückstände der zu del1 .^'f^Krattf^ttenSttel^'^hren 11 botanischen
hypogaea L.) gehören jetzt zu den beliebtesten Ki j ’ , Ab-
Namen verdankt die Pflanze dem Umstande, daß der Fruchtknoten nach dem Ab
blühen unter den Boden eindringt und dort zur Reife gelangt. Die Samen liegen