85 —
eisernen Oberweserkähne, die aber mifsglückten 1 ). 1847 bauten
C. Waltjen & Co. eine neue eiserne Schale für die Maschine
des 1839 in Fahrt gesetzten Bremer Oberweserschleppers
Roland u. a. 2 ). 1872 wurde die Firma in die heutige Aktien
gesellschaft Weser umgewandelt 3 ) 1841 werden sechs
Bremer Schiffswerften; Bley, Heineken, Janssen, Oltmanns,
Poppe und Wencke als Erbauer von Bremer Seeschiffen
genannt 4 ), doch ist 1828 nur eine Werft für Bremen auf
geführt 5 ). (Im 18. Jahrhundert sind als Schiffbauer bekannt
Marten Menke und Nachfolger, Caspar Stromer und Marten
Stromer, Anton Koch, Johann Meyerdirks, Eiert Selmann.)
Die Lloydreparaturwerkstatt in Bremen besteht seit Gründung
der Gesellschaft 3 ) 7 )];
in Vegesack [1796 Schiffe bis zu 200 Last 8 ). (Die eigenartige
Neugebauersche Abwrackwerft gegenüber in Lemwerder
stammt aus allerneuester Zeit.)];
in Grohn [1796 Schiffe bis zu 200 Last 8 ). Die Werften von
Johann Lange zu Vegesack, Grohn und Bremerhaven, waren
1839 und 1854 die bedeutendsten an der Weser. Johann Lange
war der Sohn des Schiffszimmermanns Conrad Lange zu Vege
sack, lernte bei seinem Paten Johann Janssen, wurde dort
Meisterknecht und nach Janssens Tode 1802 Geschäftsführer,
übernahm 1805 die Werft von Gottfried Jochen Schröder,
vordem Jan Claussen, davor Gasten Johann Cöper und Claus
x ) Jahresberichte der Gesellschaft der Vereinten Weser-Dampfsohiffahrt,
Sammlung der Stadtbibliothek.
а ) Br. Handelsk. Arch.; Weser-Zeitung Nr. 3739; Bremer Handelsblatt Nr. 218.
8 ) Wilda, S. 695; W. Metterhausen, Die Oberwesersohiffahrt im
letzten Jahrzehnt, Festschrift, 1902, S. 102, 103.
Müller, Gedenkbuch der freien Hansestadt Bremen, 1871—75, Bremen
1876, S. 178 und 187.
4 ) J. H. W. Smidt, Übersicht der bremischen Seeschiffahrt in den
Jahren 1838, 1839 und 1840, Bremen 1841.
б ) (Johann Smidt), Die freie Hansestadt Bremen, XXXVI. Abschnitt
aus A, F. W. Crome, Geographisch statistische Darstellung der Staatskräfte
von den sämtlichen zum deutschen Staatenbunde gehörigen Ländern, IV. Teil,
Leipzig, 1828, S. 490.
6 ) F, Zeit er, in Bremen und seine Bauten, 1900, S. 655.
7 ) Vergl. a. Heinrich Hoops, Geschichte der Gemeinden Grambke
und Büren, Bremen 1906, S. 30; L. Halenbeck, Geschichte der Stadt Vegesack,
Vegesack 1893, S. 145, 149; C. A. Heineken, Geschichte der freien Hansestadt
Bremen (Origin.-Man. Stadtb.), 1812, S. 111,146; A, Engel, Weserb., S.129; u. a.
8 ) Patje, Abrifs des Fabriken-, Handlungs- und Gewerbezustandes in
den churbr.-lüneburgischen Landen, 1796, S. 459.