Object: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang. 
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2) Weiln nun diese Stadt abgelegen und nicht gleich Amb- 
sterdam und andre gelegene Städte von allerhandt frembden 
Nationen, als Frantzosen, Engländer, Italianer, Hrabander, 
Flämingen, sondern blosz von Deutschen populeus gemacht 
werden musz, so muszen die in Deutschlandt eingefuhrte 
Schrägen, insonderheit diejenige, quo ad honestatem der 
Jungen Lehre, der Gesellen Verhaltnisz, Wanderschafft und 
die Communication und Correspondence der deutschen 
und hiesigen Wercken, hieselbsten nicht allein befästiget 
bleiben, sondern auch, da sie noster senatus biszhero nicht 
eingeführet, da nemlich einige Ämbtere blosz mitt denen 
(*teur erkauiften) von denen Ambtherren erhaltenen Pro- 
jecten sich haben befriedigen laszen muszen, annoch gegen 
Erlegung einer würdigen Recognition (*zur bibliecken oder 
ad alias pias causas) sub amplissimo nomine senatus ein- 
gefuhrt werden muszen. 
3) ’[In disser ersten classi der Haubtambter kennen diese fol 
gende Aembter allein excipiret und rechtevoll uff 30 Rthal. 
Einkauffsgelder gesetzet werden, aldermaaszen dieselbe 
ohne jeniger besonderen Beschwerde sothane summa 
tragen können und auch vorhin weit ein Mehresz würcklich 
getragen. 
Dasz Ambt der Goldtschmiede, 
Halbier, 
Fleischer. 
Diese 30 Rthal. können folgender Gestalt distribuiret werden: 
IO Rthal. zur Kirchenordnungk, 
M w Unterhaltungk desz gemeinen Schutzwesen, 
IO „ in die Ambtslade. 
ln der andren classi der geringem Handtwerken, die die 
Helffte, nemlich nur 10 Rthal. tragen sollen, gehören: 
dasz Ambt der deutschen und undeutschen Leinweber, 
Fuhrleute, 
undeutschen Schneider, 
(♦Ligger), 
" undeutschen Schuster, 
'I deutschen und undeutschen Maurer, 
ÍL n n n Zimmerleute. 
* Vor dem Worte In steht eine eckige Klammer, die entsprechende fehlt aber.
	        
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