— 91
Gegen die im vorherigen geschilderten Missstände des Kap-Matrikulationsexamens
hat man nun in Transvaal während der
letzten Jahre energisch Stellung genommen. Es wurde zunächst
durch den Lehrplan des Jahres 1909 (siehe Regulations, Courses
of Instruction 1909 pp. 76 und 77) die Zahl der Fächer für die
„High Schools“ sehr vergrössert und bei der Wahl derselben der
Unterschied in der Ausbildung von Knaben und Mädchen so weit
wie möglich berücksichtigt.
Die Fächer für die „High Schools“ der Knaben sind:
Il. obligatorische:
a. Religion auf der Grundlage des früher. erörterten Religionsgesetzes.
b. Englisch.
5. Holländisch oder, entsprechend dem früher besprochenen Sprachgesetze,
auf Wunsch der Eltern eine andere moderne Sprache :
(Deutsch oder Französisch.)
Latein oder eine dritte moderne Sprache: (Deutsch oder
Französisch.)
oe. Mathematik: Arithmetik, Algebra und Geometrie,
f. Naturwissenschaftliche Fächer: Physik, Chemie, Botanik,
Zoologie.
g. Geschichte und Geographie.
h. Zeichnen.
i. Körperliche Uebungen, sowie ein Kursus in Gesundheits- und
Mässirkeitsiehre.
Il Fakultative Fächer:
a. Latein, Deutsch, Französisch, Griechisch.
b. Trigonometrie oder ein Zweig angewandter Mathematik oder
Handfertigkeits-Unterricht.
c. Singen.
DieFächer für die„High Schools“der Mädchensind:
I. obligatorische:
Dieselben wie für die Knaben, doch darf Mathematik auf
Arithmetik beschränkt und an Stelle von Algebra und Geometrie
Kochen und Hygiene gewählt und Malerei mit Zeichnen verbunden
werden. Näharbeit und Singen sind stets obligatorisch.