Object : Die Sprengstoffe, ihre Chemie und Technologie

Nitrokörper. Ornliquit.

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empfiehlt im Sranz. P. 391 106 die Verwendung von hexanitro—
oxanilid

cO. NH. CHeoꝝ⸗
O NB. CP NO

zur Herstellung von Schießpulvern und Ammonsalpetersprengstoffen.
Die Westf. Anh. Sprengst.⸗A.-G. verwendet nach D. P. 203190
Dinitrodialkyloramid für sich oder mit anderen Sprengstoffen als
Granatfüllung und für Sprengstoffe im Grubenbetrieb.
In neuerer Seit hat man zum Füllen von Granaten an Stelle von
Pikrinsäure vielfach Trinitrotoluol verwendet. Ruch zu Spreng—
stoffmischungen findet dieser Körper jetzt viel Anwendung. Es wird
in großem Maßstabe das symmetrische Trinitrotoluol Cẽ 2. CHâ.
(NO9s vom Schmelzpunkt 810 (cHS: NOE— 1: 2: 4: 6), am
besten in mehreren Nitrierphasen, hergestellt, indem man erst das
leicht erhältliche Mononitrotoluol gewinnt, dies mit Salpeter⸗
schwefelsäure in der Wärme in Dinitrotoluol überführt und dies
in schwefelsaurer Lösung mit starker Salpetersäure weiter nitriert.
Beim Schmelzen zeigt das Trinitrotoluol erhebliche Volumenver⸗
mehrung. Es hat dann ein geringeres spezifisches Gewicht als
Pikrinsäure. Man hat deshalb Pressen und Zusatz von Dinitro⸗
toluol vorgeschlagen. Bichel empfiehlt im Franz. P. 369371
die Dichte durch Druck von Preßluft auf die geschmolzene Masse
zu vermehren. Die Preßwirkung der Druckluft wird durch Kühlen
der Gießformen noch verstärkt. Es ist die Dichtigkeit von

geschmolz. Trinitrotoluol 1,35
Pikrinsäure 1,62
Nitronaphtalin 1.23

nach Luftdruck von 24tm. 1,6
j 1 1 1,67
11 17 14— 1,32

Wichtig ist es, daß Trinitrotoluol nicht, wie es bei Pikrinsäure
vorkommen kann, salzartige chemische Verbindungen mit dem
Metall der Granatwandung eingeht.

c) Oxyliquit.

Seitdem man imstande ist, auf verhältnismäßig einfache Weise
Cuft in beliebiger Menge zu verflüsfigen und durch Verdunsten
des Stickstoffes eine mehr oder weniger sauerstoffreiche Flüssigkeit
zu erhalten, hat man auch daran gedacht, solche sauerstoffreichen
Flüssigkeiten als Sauerstofflieferer fuͤr die Sprengstofftechnik heran—
zuziehen. In doppelwandigen, zur Abhaltung der ftrahlenden Wärme
            
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