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teilt werden. solle. Zu dieser Entscheidung führten unter anderem
die Erfahrungen der Nachbar-Kolonien, besonders Natals, wo dieses
System bereits eingeführt war. Ein dortiger Schulinspektor berichtete
(siehe Report 1905, p. XIV), dass in seinem Distrikte niemals
Eltern irgend einer protestantischen Konfession ihre Kinder
von dem Biblischen Geschichts-Unterricht der Lehrer ferngehalten
hätten, dass die Zahl der Kinder römisch-katholischer und jüdischer
Eltern, welche nicht an diesem Unterricht teilnähmen, sich nur
auf 4 Prozent belaufe, und dass dieser Prozentsatz, für die ganze
Kolonie berechnet, sich noch geringer stelle. *
Unter den pädagogischen Gründen, welche für die Erteilung
des Religions-Unterrichts in den Schulen durch die Lehrer und
nicht durch die Geistlichen vorgebracht wurden, war wohl der
schwerwiegendste der, dass der Lehrer eine gründliche professionelle
Ausbildung als solcher genossen habe und daher genau wisse, welche
geistige Nahrung er seinen Schülern bieten könne. Ein Schulmann
(siehe Report 1905, p. XXIV) sagte darüber: „Es scheint mir,
dass, wenn dies Fach (Religion) gelehrt werden soll als ein Fach
im Bereiche des Verstandes des Kindes, es nur vernunftgemäss ist,
dass der Lehrer das Kind besser unterrichten wird als der Geistliche
dazu in der Lage ist, denn dies ist des Lehrers rechtmässige Arbeit;
er ist besonders für dieselbe ausgebildet worden und der
Geistliche nicht.“ *)
Ferner wurde angeführt, dass der Lehrer mit seinen Schülern
in ständiger Fühlung stehe und daher die Neigungen des einzelnen
Kindes besser kenne als der Geistliche, der nur vorübergehend in
der Schule unterrichte. Der Lehrer könne daher auch besser als
jener durch den Religionsunterricht auf die Kindesseele einwirken,
schlechte Neigungen unterdrücken und gute wachrufen.
Auch wurde es als eine Herabwürdigung des Lehrerstandes
aufgefasst, wenn dem Lehrer, den man mit dem Unterricht in
allen anderen Fächern betraue, nicht auch der ausschliessliche Un-*)
„It seems to me that if the subject, be taught as a subject within the
range of the child’s understanding, then it seems only reasenable that the teacher
will teach the child better than the clergyman can, because it is 1he teacher’s
jegitimate work, and he has been trained to that particular thing and the clergyman
has not.“