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neur und somit England unterstellt war. Jeder weisse, volljährige,
unbescholtene, männliche Einwohner, der durch Geburt oder Naturalisation
‚britischer Untertan war, konnte sich gewissermassen
an. der Regierung beteiligen; er konnte bei der Parlaments- Wahl
seine Stimme dem Kandidaten geben, der sich seiner Ansicht nach
für den verantwortlichen Posten eines Parlamentsmitgliedes am
besten eignete.,
Dadurch wurde das Interesse des Einzelnen an dem Wohl und
Wehe des Landes wieder wach. Wurde auch bei der Wahl der
Schlachtruf „hier Boer, hier Brite!“ wieder laut, so zeigte sich
doch nach der Wahl in Bälde, dass die Parlamentsmitglieder aller
Parteien die Hauptsache im Auge hatten, nämlich das Wohl und
das Aufblühen der Kolonie. Nach dieser Richtung hin arbeiteten
sie alle Hand in Hand, und dies hat im Wesentlichen dazu beigetragen,
dass der der Entwicklung des Landes so schädliche
Rassenhass sich allmählich abkühlte und jetzt immer mehr im
Schwinden begriffen ist.
Gleich von Anfang an richteten die neuen Vertreter des Volkes
ihr Hauptaugenmerk auf die Notlage im Lande. Es herrschte und
herrscht jetzt noch in Transvaal der grösste Reichtum neben der
grössten Armut. Es musste nach Mitteln gesucht werden, dem
sozialen Elend eines gewissen Teiles der Bevölkerung abzuhelfen.
Um diese Notlage im Lande zu studieren, wurde bereits im
Jahre 1906 eine besondere Kommission, „The Transvaal Indigency
Commission“ eingesetzt. Diese Kommission hat während der Jahre
1906—1908 eine ganz enorme Arbeit geleistet. Sie wandte sich
an die einflussreichsten Persönlichkeiten Transvaals um Auskunft
und Rat. Richter, Beamte der Polizei, Geistliche, Schulinspektoren
und unzählige andere Sachverständige wurden zu Rate gezogen.
Auch wurden hervorragende Persönlichkeiten der Nachbar-Kolonien
befragt. 170 solche Interviews wurden abgehalten, die
alle in Fragen und Antworten in den „Minutes of Evidence, Transvaal
Indigencey Commission 1906—08“ aufgezeichnet und veröffentlicht
wurden. 411 enggedruckte Foöliosciten enthält dieses Buch,
und: neben ‚demselben wurde noch der „Report, Transvaal Indigency
Commission 1906—08“ herausgegeben, der in 225 Folio-Druckseiten
in übersichtlicher Form den Inhalt des erstgenannten
Buches wiedereibt.