terricht in Moral und Biblischer Geschichte in seiner Schule zugesprochen
werde. Es sind die Worte eines Geistlichen, welche
ich hier zum Schlusse noch folgen lasse. Er sagte (siehe Report
1905, p. XXIX): „Wenn man einem Manne nicht das Vertrauen
schenken kann, dass er die Tatsachen, welche die Grundlagen des
Glaubens von Tausenden bilden, ehrfurchtsvoll und rechtschaffen
behandeln wird, so ist er nicht tauglich, überhaupt ein Lehrer zu
sein. Ist er aber tauglich, ein Lehrer zu sein, so sollte man ihm
auch vollkommenes Vertrauen schenken.“ *)
Nach reiflicher Erwägung der Ansichten der von ihr zu Rate
gezogenen Autoritäten kam die Kommission in ihrer Majorität in
Kürze zu der Entscheidung, dass die Bestimmungen des Gesetzes
über den Religions-Unterricht in den Schulen dahin abgeändert
werden sollten, dass in den Schulen nur Biblische Geschichte und
Moral gelehrt werde und zwar durch die Lehrer der Schulen.
Auch dieser Entscheidung wurde, wie wir später sehen werden,
in der nächsten Periode, zu welcher wir jetzt übergehen, Folge
zeleistet.
Kapitel III.
Transvaal unter verantwortlichem Gouvernement
und die Arbeit der „Kommission zur Untersuchung
der Notlage des Landes“, soweit diese das Unterrichtswesen
betrifft.
Das verantwortliche (responsible) Gouvernement war ein grossmütiges
Geschenk Englands an seine jüngste Kolonie, das zur Entwicklung
des Landes und damit auch zur Entwicklung des Untervichtswesens
in hervorragender Weise beigetragen hat.
Das Land erhielt wieder eine eigene Verfassung, ein eigenes
Parlament und somit eine selbstgewählte Regierung, wenn diese
auch in manchen Punkten in ihrem Tun und Lassen dem Gouver-*)
„If a man cannot be trusted to deal reverently and honestly with the
lacts that lie at the basis of the faith of multitudes, he is not fit to be a teacher
at all, but if he is fit to be a teacher he should be trusted wholly.“