Metadata: The nature of capital and income

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einer unbefangenen, nur nach Erkenntnis, nicht nach Taten 
strebenden Wissenschaft zu stützen in der Lage ist. 
Aber nicht nur klare Begriffe gibt die Wissenschaft 
dem Politiker: sie zeigt ihm auch, — oben wurde das 
schon gestreift — wie die Maßnahmen, die er zu ergreifen 
gedenkt, wahrscheinlich wirtschaftlich wirken werden: 
wie die Beseitigung von Zollschranken unter übrigens 
gleichbleibenden Umständen auf den Lohn wirkt, ob die 
Möglichkeit besteht, daß eine neueinzuführende Steuer 
abgewälzt wird, ob die Vermehrung der Umlaufsmittel den 
Zinssatz herunterdrücken wird usw. Die Wissenschaft zeigt, 
wo die Ursachen bestimmter wirtschaftlicher Erscheinungen 
sind und sie zeigt auch, nach welchen Richtungen beab 
sichtigte oder durchgeführte Änderungen im wirtschaftlichen 
Organismus sich geltend machen können. 
Indem ferner der wirtschafts-wissenschaftliche Forscher 
„gewohnheitsmäßig“ nicht nur Einzel-Interessen im Auge 
hat, sondern die Gesamt-Interessen überschaut, ständig 
sich auf dem Laufenden hält über die Verknüpfung der 
verschiedenartigen Gruppen-Interessen, dieVergangenheitzu 
Rate zieht, um die Gegenwart zu verstehen, ist er befähigt 
durch die Resultate seiner Forschung eine Grundlage 
für den Gesetzgebungsbau zu geben, über dessen Kon 
struktion und Bauart im einzelnen er sich allerdings kein 
Urteil anmaßen darf, das ist teils Geschmackssache, teils 
abhängig von einem Urteil über sachliche Einzelheiten, 
wie es meist nur in der Praxis stehende Fachleute ab 
geben können, deren Aufgabe es zwar nicht ist, ständig 
den Blick über das Ganze der Volkswirtschaft schweifen 
jenigen Klassen, denen man zu nützen versucht, unbe 
rechenbarer Schaden zugefügt, das Volksvermögen um 
Hunderte von Millionen geschädigt werden.“ Moritz 
NAUMANN, Zeitschrift f. Volkswirtschaft usw. 18. Band (1909) S. 137.
	        
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