y
Das Clearinghouse. I73
Ausser den Rapporten der numbermen erhält das Clea- Kapportirung
^inghouse noch von den Stationen Rapporte über die ein-
ausgegangenen fremden Wagen. Das ganze Rapport-
Evesen beruht auf der sehr sorgfältigen und alle Uebergangs-
stationen angebenden Bezettelung der beladenen wie der
leeren Wagen, sowie darauf, dass die Kartenschlussstation,
^ach welcher eben die Wagenbezettelung erfolgt, fast stets
der Bestimmungsstation zusammenfällt. Schon aus dem
l^apport der ersten Uebergangsstation, ist ersichtlich, nach
Evelcher Station der Wagen schliesslich läuft, und bei
Evelchen weiteren Uebergangsstationen er wieder in den
Rapporten erscheinen muss. Hierdurch wird genaue Verfol-
§ang und Controllirung ohne zu grosse Schwierigkeiten möglich.
Die numhermen notiren und rapportiren jeden Wagen
^ar einmal, und es tritt sonach eine Arbeitsersparung gegen
über Deutschland ein, wo diese Arbeit zweimal, von der über
lebenden und der übernehmenden Verwaltung, gemacht wird.
Allerdings dürfen die numbermen im Interesse ihrer
nach der Wirkung, die sie auf den Verkehr üben, nicht nach dem
g aterschiede der Selbstkosten zu bestimmen. Erfordere der Verkehr
° niedrige Sätze, so müsse man sie ohne Rücksicht auf die Wagen-
gewähren, andernfalls nicht; auch werde die Concurrenz immer
aid dahin führen, dass die einmal gewährten billigen Sätze ohne Be-
^Glirankung auf rücklaufende Wagen Anwendung fänden — so pflegen
^ englischen Eisenbahnmänuer zu sagen. Es liegt darin viel Wahres.
^^enn z. B. die Cöln-Mindener Bahn besonders billige Sätze für Ge-
ejde ab Hamburg nach dem Rhein, in rücklaufenden Kohlenwagen, ge-
^ahrt, so werden die Getreidehändler in Coin etc. in Stand gesetzt
aithiu Rheinaufwärts unterbietend zu conciirriren. Was liegt näher’
‘lass die Getreidehändler in Frankfurt a. M. die Route Hamburg-
^fankfurt a M. etc. ersuchen, ähnlich billige Sätze einzuführen, damit sie
j^as Feld behaupten können. Da von Frankfurt a. M. nach Hamburg
Kohlen gehen, würde hier der Satz ohne Beschränkung und nicht
® Rückfrachttarif einzuführen sein, worauf dann wohl auch die Cöln-
‘ndener Bahn jene Beschränkung fallen lassen müsste. Dass die Route
^ amburg-Frankfurt a. M. die Concurrenz nicht aufnehmeu werde, weil
nicht, ohnehin laufende Wagen verwendet werden können, lässt
kaum annehmen. Vergl. S. 134.