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XX. Capitel.
Reise von New-Orleans bis Kansas City.
Als wir am 5. März in New-York landeten, hatte ich
4914 englische Meilen seit meiner Abreise am letzten Januar
von Wien zurückgelegt. Diese Strecke hatten wir gemeinsam
am I. Juni in Kansas City verdoppelt. In New-Orleans hatte
ich 8070 Meilen gemacht, wir hatten also seit unserer Abreise
von dieser Stadt, am 20. Mai, fast 2000 Meilen zurückgelegt,
und zwar durchwegs per Bahn oder zu Wagen; dies unter
einer warmen, stellenweise heissen Sonne, dabei hatten wir
Landwirthschaften und industrielle Betriebe besucht und studirt,
mit zahlreichen Menschen Bekanntschaft gemacht und uns
viele Notizen gesammelt. Wir waren leider zu spät in Amerika
angekommen, um noch den Süden, vor Beginn der Ackerbau-Saison
im Westen, zu besuchen, und hielten drum keine
Rasttage. Um Florida und die Länder bis Südtexas zu sehen,
hätten wir am i. Januar von New-York abfahren sollen. Die
Anstrengungen dieser schnellen Reise waren gross und leider
auch nicht ohne Folgen. Jedenfalls haben wir indess einen
für unsere Zwecke genügenden Ueberblick über ein ausserordentlich
grosses Landgebiet erhalten, das noch sehr wenig
der Production erschlossen ist, aber jetzt schnell besiedelt
wird und bald eine grosse Ueberschussproduction her Vorbringen
muss.
Am 20. Mai reisten wir, mit Ausnahme des Baron
Gudenus, der schon am 17. vorausgegangen war, zusammen
von New-Orleans ab, trennten uns aber in Houston, von wo
Graf Imre Széchényi und ich auf einige Tage nach Galveston
abgingen, während die anderen drei Herren direct auf der