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tragitti) sei. Der Erklärung wurde von berufener Seite er
widert, daß die Sachseugefahr diesmal nicht ziehe, da man
ill Sachsen zur Zeit gewisse grobe Waaren nicht plazieren
könnte, die hier erstellt werden. Es kam eine unbehagliche
Stimmung in die Versammlung, die so schwungvoll begonnen
hatte. Mit 5 Stinimen über das absolute Mehr von 41
wurde zwar Eintreten beschlossen, dann aber vom Antrag des
Zentralkomite etwas abgemarktet in dein Sinn, daß erst Mlister
mit 150 Stich per Nädlig (statt 160) klassifikationsfähig sein
sollen, ititb schließlich wurde das Nädligsystem ganz ge
strichen. Die Versammlung hinterließ einen schlechten Ein
druck bei einem Großtheil der Kaufleute, und einen noch
schlechteren machte sie ans die Arbeitnehmer. Die klassifi
kationsfeindlichen Firmen thaten sich nach der genannten Ver
sammlung sofort zu einem Protest gegen den Antrag des
Zentralkomite zusammen. Von 95 Firmen unterzeichnet,
wurde die Protestation der Delegirtenversammlung überreicht,
welche am 27. März zusammentrat. Die Eingabe bat die
Versammlung um Verwerfung der Klassifikation, die einzig
der sächsischen Konkurrenz nützen und die Chikanen zwischen
Arbeitgeber lind Arbeitnehmer mehren würde. Das Zeutral-
komite hielt seinen Antrag aufrecht; er wurde nach einer
kurzen, sachlichen Diskussion unverändert angenommen und
die Einführung der Klassifikation auf den 1. Juli 1888 fest
gesetzt.
Die Klassifikation trat in Kraft und die ersten Monate
schien Alles gut zu gehen. Mit dem Eintritt der Saison
morte sollte das Bild sich ändern. Es gab Arbeitgeber,
welche erklärten, daß sie wohl Arbeit ausgeben würden, wenn
die Klassifikation nicht wäre, nun sie aber da sei, thäten sie
es nicht; andere gingen noch weiter und sagten, nun seien
Stürme, sie Meister, und nicht mehr die Delegirtenversammlnng. Es
kam zu lebhaften Auseinandersetzungen in der Presse: Von
Seite der Arbeitnehmer wurde über eine chikanöse Haltung