Full text: Lexikon der Handelsgeographie

WM» 
Schweden (Eisen-, Textilindustrie u. «.). 
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II. Industrie. 
Nach der schwedischen Gewerbestatistik 
bestanden Ende 1878 im ganzen Kö 
nigreich 2828 Fabriken mit 55,815 Ar 
beitern und einem Fabrikationswert von 
162,6 Mill. Mk., was eine Verminderung 
der Fabriken gegen 1877 um 40, eine 
Verminderung der Arbeiter um 5274 und 
des Fabrikationswerts um 65,i Milt. Mk. 
zeigt. Ihren Fabrikationswerten nach ge 
ordnet, waren Ende 1878 die bedeutend 
sten Industriezweige: 
Betriebe 
Fabrika 
tionswert 
Mill.Mk. 
Ar 
beiter 
ken 
-:i 
n> 
105(1 
3918 
3212 
3584 
(418 
110 
2118 
1618 
112 
3558 
1729 
676 
1469 
2047 
Gießereien und mecha 
Nische Werkstätten 
Zuckerraffinerien . 
Baumwollspinnereien 
Baumwallwebereien 
Tuchfabriken. . . 
Tabakfabriken . . 
Papierfabriken . . 
Brauereien . . . 
Streichholzfabriken. 
Lederfabriken. . . 
Mechan. Tischlereien 
Glasbläsereien . . 
demnächst Färbereien, Fabriken von Zie 
geln, Ehemikalien, Eisen- und Stahlwa 
ren, Öl, GaS, Papiermasse, Seife, Por 
zellan , Stearinlichten rc. 
Die Eisenindust r i ebeschäftigte 18 < 3: 
182 Hohöfen, 270Stangcncisenwerke und 
27 Stahlwerke, in welchen 8,058,494 Etr. 
stioheisen, 4,929,840 Etr. Stangeneiscn 
iind 650,020 Etr. Stahl fabriziert wur 
den. In der Metallindustrie sind die 
Fabriken zu Eskilstuna berühnlt. Unter 
den mechanischen Werkstätten steht in er 
ster Reihe die 1822 in Verbindung mit 
dem Götakanal gegründete bei Mótala 
mit ihren Filialen zu Gotenburg (Lindhol 
vien) und Norrköping, die 2300 Arbeiter 
beschäftigt, und deren Produktion einen 
Jahreöwert von über 6 Mill. Mk. repra- 
Eisen und Stahl 6 Mill. Etr., davon 
Stangeneisen allein 3 Mill. Etr., nächst- 
dem Platten und Bandeisen, Roheisen, 
Luppen, Stahl, Nägel. Die Einfuhr von 
Fabrikaten ist indes ziemlich bedeutend, 
doch hat die Einfuhr von Maschinen und 
Geräten sehr bedeutend abgenommen; 
1874 war der Wert 19 Mill., 1880 nur 
4,7 Mill. Mk., eine Folge der ungünstigen 
ökonomischen Lage des Landes. — Von 
andern Metallen kommen für den Han 
del nur noch Kupfer und Zinkblende 
in Betracht; von dem ersten wurden 1880: 
14,000 Etr., von der zweiten 427,000 
Etr. exportiert. Gewonnen wurden 4879: 
19,132 Etr. Kupfer, 6688 Etr. Schwefel, 
3188 Pfd. Silber, 787 Pfd. Gold nebst 
Nickel, Alaun, Blei u. a. 
Die Textilindustrie ist in manchen 
Provinzen nur Hausindustrie, nament 
lich in Elfsborg, das 1878 an 20,e Mill. 
Fuß Baumwoll- und Wollgewebe lieferte; 
über den eignen Verbrauch fabrizieren 
Leinengewebe: Gefleborg (l,i Mill. Fuß) 
und Westnorrland, Leinen- und Wollge 
webe: Halland, Verschiedenes: Skaraborg 
und Södermanland. Der Hauptsitz der 
fabrikmäßigen Woll- und Banmwollin- 
dnstrie ist Norrköping. Der Banmwoll- 
konsum ist in rascher Zunahme, 1880 wur 
den 21,5 Mill. Pfd. importiert; dabei sind 
die Einfuhren von Fabrikaten immer noch 
sehr beträchtlich: 1880 von baumwollenen 
Geweben 1,950,000 Pfd., von ganz- und 
halbwollenen 4,700,000, von ganz - und 
halbseidenen 142,000, von leinenen und 
Wciicn 2,128,000 #. Der SmW ift 
indes bedeutend; 18(8 betrug (in Millio 
nen Mark) die Einfuhr Ausfuhr 
Manufatte vou Gewebe» . 36,2 3,o 
Gewebe 0,3 
Garn und Zwirn.... 6,6 0,3 
3,o 
Zusammen: 56,3 
Nach Ellison beträgt dcr Baumwollkonsnm 
von S. und Norwegen durchschnittlich 24,8 
Mill. Pfd. pro Jahr, dazu werden von 
England eingeführt an Garnen, Gewc- 
S&SÄteSÄ« 
*>-• smS pro Kopf. 
Die Papierfabrikation liefert zum 
serais cyasren savnzu.ee. -y». 
Stahlplatten für Schlffbauzweckc sind 
vorzüglich. 1880 betrug die Ausfuhr von
	        
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