Full text : Preußisches Landbuch

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Fahrlandsches  Stipendium,
von  der  Familie  v.  Stechow  gegründet.  Die  Revenüen,  etwas  über
200  Thlr.  betragend,  werden  unter  drei  dürftige  und  würdige  Studirende
  getheilt  und  jedes  Stipendium  ans  1  bis  3  Jahre  verliehen.
Die  Kollation  steht  der  Konigl.  Regierung  in  Potsdam  zu.
Gotthilf  Samuel  Falbe,
^chulrath  und  Gymnasial-Dircktor  zu  Stargard  in  Pommern  (+  1849)
Icgktc  1)  dem  dortigen  Gymnasium  10,000  Thlr.  zur  Begründung
emcr  Wittwcnkasse  für  die  Wittwen  der  Oberlehrer,  zu  Stipendien
und  Schüler-Prämien.  Er  legirte  2)  dem  Friedrichs  Werderschen
Gymnasium  zu  Berlin,  auf  welchem  er  nach  seiner  Angabe  als  Hülsas"' ­
  verlassener  Schüler  Unterstützung  erhalten,  1000  Thlr.,  deren
Insert  mit  48  Thlr.  jährlich  an  einen  oder  mehrere  Schüler  der  oberen
Klassen  jener  Anstalt,  die  einer  Unterstützung  bedürftig  und  würdig  sind,
ausgezahlt  werden  sollen.  Er  vermachte  3)  der  Schule  seiner  Geburtsstadt ­
  Woldenberg  1000  Thlr.,  deren  jährliche  Zinsen  durch  den  Ober-Prediger
  und  den  Rektor  mit  Zuziehung  eines  dortigen  Verwandten
des  Erblassers  zur  Unterstützung  armer  Schüler  an  Büchern  und  Schulgeld ­
  verwendet  werden  sollen.
Michaelis  Falcksche  Familien-Stiftung.
Falck,  Rentier  zu  Berlin,  setzte  1773  letztwillig  6000  Thlr.  aus,
von  deren  Zinsen  jährlich  Renten  an  einen  männlichen  und  einen  weiblichen ­
  Desccdentcn,  wobei  die  Nähe  des  Verwandtschaftsgrades  entscheidet, ­
  verliehen  werden.  Das  Kapital  hat  sich  im  Laufe  der  Zeit
erheblich  vermehrt  und  die  jährlichen  Renten  betragen  je  150  Thlr.
Aufsichtsbehörde  ist  das  Kammergericht,  Kurator  Rechtsanwalt  M  u  n  ck  e  l.
Falksches  Stipendium,
von  der  Frau  Pfarrer  Falk  geb.  Hagweis  für  Studirende  aus  ihrer
und  ihres  Mannes  des  Pfarrers  Falk  ans  Medenau,  Familie,  und
in  deren  Ermangelung  für  andere  dürftige  Studirende  gestiftet.  Die
Verwaltung  hat  der  Magistrat  zu  Königsberg.

yamuienyamer  zu  ^cagvevurg,

ein  städtisches  Etabliffement,  in  welchem  205  Wohnungen  an  Arme
für  eine  Miethe  von  6—36  Thlr.  überlassen  sind.

Fan  ny-Stiftung,
begründet  von  dem  Banquier  Fr.  Martin  v.  Magnus  zu  Berlin
welcher  dem  dortigen  Magistrat  1844  ein  Kapital  von  20,000  Thlr'
überwies.  Die  von  dem  Stifter  als  ein  Denkmal  seiner  verstorbenen
Gattin  Fanny  errichtete  Stiftung  ist  für  8  Männer  und  8  Frauen
bestimmt  und  bildet  einen  Theil  des  Friedrich  -  Wilhelms-Hospitals.
Aufnahmefähig  sind  solche  der  Stadt  augehörige  Personen,  welche
zur  Ausnahme  in  das  Hospital  überhaupt  geeignet  sind;  die  Anfgenommenen
  erhalten  (mehrere  zusammen)  besondere  Lokalitäten,  bekommen
Unterhalt  und  Verpflegung  gleich  den  übrigen  Hospitaliten;  die  An-
            
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