fullscreen: Wirtschaft als Leben

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,Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung“, 
wörtlich ausgedrückt sind. So gehört also die sogenannte 
„Bestimmung“ dieser Ausdrücke nicht an den Anfang, 
sondern an das Ende der Untersuchung! Die Erkenntnis 
theorie darf diese Ausdrücke keinesfalls so als Schlüsselworte unserer 
Disziplinen behandeln, wie es sonst in aller Regel beliebt wird. Wir 
halten uns vielmehr an den sachlichen Schlüssel, den uns die Ein 
sicht bietet, daß Sozialwissenschaft und Geschichte Erfahrungs 
wissenschaften seien, und zwar die Wissenschaften der nop 
tischen Erfahrung. Zwar legt sich auch dann noch eine Art 
„common sense-Lösung“ nahe: in der Sozialwissenschaft wäre das 
Allgemeine, in der Geschichte das Besondere das Ziel unserer 
Erkenntnis! Vor diesem Abweg behütet uns das früher erwähnte 
Problem, das ja ausdrücklich mit der Tatsache rechnet, wie innerhalb 
der Sozialwissenschaft das Allgemeine und das Besondere als Ziele 
unserer Erkenntnis abwechseln — Dinge, die Karl Meng er schon 
vor fünfundzwanzig Jahren außer Zweifel gestellt hat, allerdings ohne 
daß unsere fachliche Methodologie den Wert dieser Einsicht zu wür 
digen vermochte. 
Die Lösung unseres Problems gerät allemal auf Abwege, solange 
wir uns unvermittelt fragen, wie sich die beiden Disziplinen vonein 
ander sondern. Es bedarf notwendig der Vorfrage, wie weit die 
Einheit im Gebaren der beiden Disziplinen reicht. 
Zu allererst darüber müssen wir Klarheit gewinnen. Für unsere 
letzten Zwecke ist diese Vorarbeit ganz besonders wichtig. Denn 
nur, um ihre Begriffsbildung zu studieren, dringen wir in das Wesen 
der Sozialwissenschaft ein. Nun teilt aber diese Wissenschaft von 
ihres Wesens Art ein gut Stück mit der Geschichte; vielleicht sogar 
das beste Stück, soweit es eben die Begriffsbildung angeht. Sind 
doch beide Disziplinen erstens Erfahrungswissenschaften, zweitens und 
besonders aber, unterliegt doch beiden gemeinsam die noetische Er 
fahrung. Damit ist schon zum größten Teile über das ganze Ge 
baren dieser Wissenschaften entschieden, insbesondere auch über 
die Eigenheit ihrer Begriffsbildung. Zwar wird sich auch noch der 
Gegensatz zwischen den beiden Disziplinen je in ihrer Begriffsbildung 
geltend machen; da handelt es sich jedoch nur mehr um die feinere 
Abtönung des Bildes, das in seinen wuchtigen Zügen schon vorher 
feststeht. 
Im Prinzipe ist es leicht einzusehen, wie weit die Einheit im 
Vorgehen der beiden Disziplinen reicht. Da sie Erfahrungswissen 
schaften sind, gehen sie notwendig im Geiste der einfachen Formel 
vor, daß man Tatsachen feststellt und sie verarbeitet;
	        
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