Object : Die modernen Lösch- und Ladeeinrichtungen und ihre Bedeutung für die Seeschiffahrtsbetriebe

7  Mann  bemessen  darf,  die  das  Abhaken  der  Lasten,  das  Verteilen ­
  usw.  im  Schuppen  besorgen 1 ),  mußte  man  dazu  übergehen, ­
  eine  Luke  mit  mehreren  Kränen  zu  bearbeiten.  Man  bedient ­
  somit  jetzt  jede  Luke  mit  3  Kränen,  die  so  gestellt  sind,
daß  sich  2  Kräne  in  ca.  12  m  Entfernung  voneinander  befinden
—  entsprechend  ihren  ca.  10  m  langen  Auslegern  —,  und  der
dritte  Kran  direkt  neben  dem  zweiten  Kran  gestellt  wird.  Die
beiden  ersten  Kräne  arbeiten  in  der  Weise,  daß  sich  die  Wege
ihrer  Auslegerarme  kreuzen,  während  der  dritte  Kran  seinen  Auslegerarm ­
  nach  außen  hin  herumschwenkt.  Auf  diese  Weise  tritt
keine  gegenseitige  Behinderung  der  in  den  Schuppen  arbeitenden
Gänge  ein.
Man  hofft  in  Hamburg  jetzt  hauptsächlich  durch  eine  Kombination ­
  von  Laufkatzenkränen  und  Drehkränen  eine  wesentliche
Beschleunigung  des  Umschlags  zu  erreichen.  Es  soll  auf  diese
Weise  möglich  gemacht  werden,  an  einer  Schiffsluke  gleichzeitig
mit  6  Kränen  zu  löschen  oder  zu  laden.  Diese  Kräne  werden
voraussichtlich  im  November  1912  dem  Betrieb  übergeben.  Ich
kann  daher  über  die  praktische  Gestaltung  der  technisch  durchaus
möglichen  Lösung  mit  6  Kränen  an  einer  Luke  noch  keine  Angaben ­
  machen.  Auf  alle  Fälle  wird  die  Kombination  ein  äußerst
geschicktes  und  schnelles  Arbeiten  erfordern,  um  gegenseitige
Behinderungen  an  der  Luke  zu  vermeiden.

Die  Kosten  bei  »Im  Strom«-  und  bei  Kailöschung  für  Segler.
Für  einen  Segler,  der  am  Kai  resp.  im  Strom  zu  löschen
beabsichtigt,  kommen  folgende  Kosten  in  Betracht:
Größe  des  Seglers.  .  .  2855  Netto-Reg.-Tonnen,

Ladefähigkeit
Tiefgang  .  .
Wert  normal.
Besatzung  .  .
Ladung.  ,  .
Zinsen  und  Amortisation

4500  Tonnen-Gewicht,
24  Fuß,
700000  Mark,
ca.  20  Mann,
Salpeter *  2 ),
10%.

b  Eine  größere  Arbeiterzahl  würde  sich  in  den  Schuppen  an  der  betreffenden
Kranstelle  im  Wege  sein,  und  somit  würde  wegen  der  nur  wenig  erhöhten  Schnelligkeit
im  Vergleich  zum  Mehraufwand  an  Arbeitskraft  eine  Rentabilität  in  Frage  gestellt.
2 )  cf.  S.  78.
            
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