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Dr. Ehrenberg.
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tischem Sinn und den anderen Eigenschaften, die dafür erforc
sind, das kann sich erst in der Praxis ausweisen. Aber es
tüchtige, fleißige, kenntnisreiche Leute, aus denen einmal etwas"
werden wird. Von der großen Masse jedoch kann man das von
vornherein nicht sagen. Es mögen manche tüchtige Köpfe darunter
sein — ich will niemand zu nahe treten —, aber daß sie auf ihre
Visitenkarte schreiben »Versicherungsverständiger«, beweist nicht im
entferntesten, daß sie es sind.
Ich muß mich also dagegen aussprechen, solche Bildungsstätten
zu gründen, wo Studenten zu Versicherungsverständigen gezüchtet
werden. Wenn es in Cöln nicht geschieht, wenn dort das Versicherungswesen
ein Fach unter den anderen kaufmännischen Fächern
ist, so ist nichts dagegen einzuwenden. Aber ich setze voraus, daß
die jungen Leute dort nicht ein Diplom erhalten, worin sie als Versicherungsverständige
bezeichnet werden, sondern einfach ein Zeugnis
über den ihnen erteilten Unterricht.
Also soll auf der Universität und den anderen Hochschulen die
allgemeine Ausbildung gefördert werden auch nach der Seite des
Versicherungswesens hin — wie es die Leitsätze fordern —, da bin
ich dabei! Ich habe schon vor Gründung des Seminars Vorlesungen
über Versicherungsrecht gehalten und würde sie unabhängig
davon weiter gehalten haben; das empfiehlt sich sehr. Aber nur
zu leicht leitet man junge Leute auf falsche Bahnen und erweckt
Hoffnungen in ihnen, die sich nur für ganz wenige erfüllen. Richtig
ist schon von anderer Seite bemerkt worden, daß es häufig unfähige
Leute sind, auch solche, die sich gesagt haben : ich kann das pekuniär
nicht durch halten, ich kann nicht Referendar und Assessor werden,
will aber die studentischen Jahre mitnehmen, und das sind noch die
besseren Elemente. Aber vielfach sind es auch Leute, die anderswo
Schiffbruch gelitten haben, und dazu sind wir nicht da, um diese
auszubilden, dazu ist auch die Assekuranz zu gut, um ein Unterschlupf
für schiffbrüchige Existenzen abzugeben, mag sich auch vereinzelt
darunter eine tüchtige und zukunftsreiche Kraft finden.
Nun, m. H., sollte es aber nicht richtig sein, daß es eine Stätte
gibt, wo fertige Persönlichkeiten, Männer, die schon in irgend etwas
»verständig« sind, sich gerade für dieses Gebiet weiter ausbilden
können? Das scheint mir, ohne daß ich gerade leidenschaftlich
dafür eintrete, praktisch zu sein, und besonders passend erscheint
mir dafür Berlin. Ich denke dabei zuerst an Mathematiker und
Juristen, die ihre Examina absolviert haben und nun entweder in
der Staatskarriere oder in der Privatkarriere auf dem Gebiete des
Versicherungswesens tätig werden wollen, oder sich wenigstens die
Ausbildung, die dazu erforderlich ist, verschaffen wollen, d. h. nicht
nur die theoretische Ausbildung, sondern auch die praktische, wozu
in Berlin so viele Gelegenheit geboten wird durch die hohen Reichsämter,
durch die zahlreichen Gesellschaften, die hier domiziliert oder
vertreten sind. Ich denke ferner an wirkliche Versicherungsverständige,
d. h. Leute, die in der Versicherungspraxis sich ausgebildet
haben und das Verlangen hegen, eine theoretische Grund-,eve/*.