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Die Warenhäuser
Ichüdiqen fast alle
Branchen des
Handels n. Handwerks.
Mit den Straßenbahnen kann ich mich kürzer fassen. Die Unternehmer
haben wohl alle dabei verdient, aber viele Aktionäre seufzen bei Nennung mancher
Bahnen schwer.
Also, so töricht ist es gar nicht, wie es Herr Dr. Wernicke hinstellt, gelegentlich
gegen eine Eisenbahn und auch einmal gegen« eine Fabrik zu
sprechen. Es kommt dabei sehr auf jeden besonderen Fall an, und so ist auch zu
prüfen, ob die Warenhäuser nützlich oder schädlich sind.
Einfach zu sagen, daß sie nützlich sind, weil sie Großbetriebe darstellen, ist
ungereimt. Ungereimt wäre es auch zu sagen, sie seien schädlich, weil sie Großbetriebe
sind. Das tut aber auch kein Mittelstandsfreund. Richtig ist es allein,
sie auf ihre Wirkung zu prüfen und sich dabei zu vergegenwärtigen, daß sie im
Gegensatz zu der exportierenden Industrie nur lokalen Absatz suchen
und stets ein Überangebot in Waren verursachen, deren Beschaffung
früher in den Händen ortsangesessener Kaufleute lag.
Erweisen sie sich als schädlich, so sind sie auf das Maß zurückzuführen, wo
sie nicht mehr schaden. Das ist vernünftig, aber auch zu tun nötig, denn notwendig
und vernünftig muß im Wirtschaftsleben zusammenfallen.
§ 44.
Die Wirkung der Warenhäuser auf den gewerblichen Mittelstand ist nun
ersichtlich eine absolut ruinöse. Vielleicht gibt es einige Branchen, welche noch
nicht zu leiden haben, aber deren Zahl tvird immer kleiner; denn ein Gewerbe
nach dem anderen wird den „Großbetrieben im Kleinhandel" angegliedert. Ein
Warenhaus sucht darin das andere zu übertreffen. Nach den Konditoreien sind die
Restaurationen eingeführt worden, photographische Ateliers und Nasierstuben
sind schon lange etwas Alltägliches, und jetzt fühlen sogar auch die Apotheken
das Eingreifen der Polypenarme in ihre Artikel durch Schleudern mit Verbandrollen
und ähnlichen Dingen. Es bleibt gewiß niemand verschont, deshalb sollen
sich alle Gewerbe beizeiten zur einheitlichen Abwehr der Gefahr anschicken und sich
nicht durch Behauptungen blenden lassen, die sich durch nichts als durch ihre
Dreistigkeit auszeichnen. Mehrere davon sind schon im Vorstehenden auf ihren
nichtssagenden Inhalt zurückgeführt tvorden, aber noch öfter muß ich mich dieser
auflösenden Aufgabe unterziehen.
So sehe ich als positive Angabe des Herrn Wernicke vor mir stehen, daß
z. B. Tischlereien, Sattlereien, Täschnereien und Likörfabriken nicht von Warenhäusern
zu leiden hätten. Ich habe mich sofort aufgemacht, um mich in einschlägigen
Geschäften nach der wirklichen Sachlage zu erkundigen. Mehrere
Geschäftsinhaber waren empört, als sie den betreffenden Abschnitt der Wernicke
schen Broschüre lasen.