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in welcher Weise sich die Lohnaufwendungen auf die einzelnen
Kategorien von Arbeiten verteilen. Die Steigerung oder Abnahme
des Materialwertes, der auf die Einheit des Arbeitslohnes entfällt,
kann z. B. auch darin ihren Grund haben, dass bei einem bestimmten
Stück (Maschinenbestandteil oder dgl.) eine solche Veränderung
in der Ausgestaltung eingetreten ist, dass zur Erhaltung
desselben ein grösserer Arbeitsaufwand ohne Steigerung des Materialaufwandes
notwendig geworden ist. Dass eine gewisse Ungleichheit
in dem Verhältnisse zwischen Arbeitslohn- und Materialaufwand
unter den verschiedenen Erhaltungsarbeiten besteht, geht
aus folgenden Ziffern hervor.
In den Werkstätten wurden verausgabt bei den die Hauptausgabeposten
bildenden Arbeitskategorien für Erhaltung
1. der Lokomotiven
und Tender
2. der Gepäck- und
Personenwagen
3. der Güterwagen
vom
gesamten
vom gesamten
vom
gesamten
LohnMaterial
aufwand
aufwand
aufwand
aufwand
aufwand
1894
34,29 °/o
31,93%
21,16 %
11,52%
20,69%
20,57%
189s
32,79 »
30,19»
19,93»
10,67»
22,17»
23,88»
1896
33,21 »
29,48»
19,02»
10,08»
21,57»
22,92»
1897
35,63 »
30,62»
18,81 »
10,34 *
21,79»
32,43»
1898
38,18 »
32,39»
19,20»
10,73»
21,97»
25,59»
1899
36,96 »
28,75»
19,58»
10,68»
22,07 »
24,90 »
1900
35,74 0
28,72»
19,27»
10,76»
22,07 »
23,40»
1901
37,88 »
30,45»
19,29»
11,12»
23,24»
22,94»
1902
38,79 *
32,94 »
19,46»
10,78»
22,84»
21,42»
Die vorstehenden Ziffern zeigen, dass ein Parallelismus in der
Bewegung zwischen Lohn- und Materialaufwand bei den einzelnen
Arbeitskategorien nicht angenommen werden darf. Die Differenz
des prozentuellen Anteiles beider Kostenfaktoren vom Gesamtaufwand
betrug bei der Lokomotiverhaltung 1894 : 2,36 und 1898:
8,21 zu Ungunsten des Arbeitslohnanteiles, während gleichzeitig
bei der Güterwagenerhaltung die Differenz von 0,12 zu Ungunsten
des Arbeitsanteiles, zu 3,62 zu Gunsten des Arbeitsanteiles
sich verändert hat. Wir dürfen daher eher allgemein sagen: der Materialverbrauch
für die Werkstättenarbeiten mit den verhältnismässig
wertvolleren Materialien ist relativ zurückgegangen, während der
Materialverbrauch für Arbeiten, bei denen weniger wertvolle Materialien
in Betracht kommen, relativ merklich gestiegen ist.
Alle diese Tatsachen sind in der Beweisführung der badischen
Staatsbahnverwaltung unberücksichtigt geblieben, und deshalb kann
die Behauptung, dass die Produktivität der Arbeiter durch Abnahme
der Arbeitsintensität infolge der Stabilisierung gelitten habe,