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also pro Jahr 8,8 Proz. Fasst man aber den ganzen Zeitraum
1896/1902 ins Auge, so stellt sich der durchschnittliche Zuwachsprozentsatz
pro Jahr auf nur 6,6 Proz.
Die Argumentation der Verwaltung stützt sich aber weiter
auch auf das Verhältnis der Arbeiterzahl zum Wert des verbrauchten
Materiales. Dieser Beweis leidet an der Ausserachtlassung
der Entwicklung des Betriebsumfanges. Damit bleibt
aber auch völlig ausser Betracht, welche Verschiebungen in der
Zahl der Arbeiter in den einzelnen Arbeitskategorien und damit
weiter insbesondere in dem Verhältnisse der Zahl derjenigen Arbeiter,
die zum Materialverbrauch in Relation gesetzt werden können,
zur Zahl jener Arbeiter, bei denen solches unzulässig ist,
mit der Ausdehnung des Betriebes eintreten konnte, vielleicht sogar
musste.
Dazu kommt, dass die Leistungen der Werkstätten spezifische
»Erhaltungsarbeit« sind, also überwiegend Reparaturarbeit.
So sind 1902 in Reparatur gestanden: 2941 Lokomotiven, 2106
Tender, 19739 Personen- und Dienstwagen, 83954 Güterwagen.
Kommen denn aber, so muss gefragt werden, bei Reparaturen
die Materialquanten in einem so konstanten Verhältnisse zur Arbeitsleistung
in Frage, dass nach dem Materialkonsum die Leistung
bemessen werden kann? Aber auch angenommen, dass eine
gewisse Gleichmässigkeit in diesem Verhältnisse bei grossen Betrieben
Platz greifen kann, hat nicht auch die Zusammensetzung
und Beschaffenheit des Fahrbetriebsmateriales Einfluss auf dieses
Verhältnis? Und erfährt nicht diese Relation durch die technische
Vervollkommnung der Fahrbetriebsmittel eine Veränderung? Muss
denn nicht Bedacht genommen werden, dass mit der Verbesserung
und den Fortschritten in der Einrichtung, namentlich der Lokomotiven,
aber auch sonstiger Fahrbetriebsmittel eine andere Sachlage
für die Reparaturarbeiten geschaffen ist, dass bei diesen
Reparaturen der vollkommeneren Fahrbetriebsmittel der Aufwand
für Materialersatz (wenn auch nicht allgemein, so doch bei vielen
Kategorien) verhältnismässig abnimmt?
Dass der von der badischen Verwaltung präsumierte Kausalzusammenhang
kein zwingender ist, dass Schwankungen in dem
auf einen Arbeiter durchschnittlich entfallenden Materialverbrauchswert
bei ziemlich gleichbleibenden Materialpreisen Vorkommen,
ohne dass eine Begründung dafür in der Entlohnungsänderung erblickt
werden kann, zeigen diese Durchschnittsziffern in ihrer