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Veränderung von Jahr zu Jahr. Der mittlere von einem Arbeiter
verarbeitete Materialwert betrug:
Order
S t a b i 1 i s
i e r u n g
nach der
Stabilisierui
1892
1421
Kronen
1896
1316 Kronen
1893
1444
»
1897
1278 »
1894
1398
»
1898
1235
1895
1405
»
1899
1209 »
1900
1238 »
1901
1246 »
Der badische Verwaltungsbericht sucht diese Schwankungen mit
den Materialpreisschwankungen zu erklären, führt aber für die österreichischen
Staatsbahnwerkstätten die deutschen Marktpreise der
betreffenden Jahre an, ohne Rücksicht darauf, mit welchen Materialpreisen
die österreichische Verwaltung tatsächlich zu
rechnen hatte. Mag der Kupferpreis immerhin als international
gelten, für VValzeisen und Schwarzblech können deutsche Marktpreise
für österreichische Unternehmungen sehr gleichgültig gewesen
sein. Keinesfalls trifft die Argumentation betreffs der Materialpreise
für die Schwankungen in der Periode 1892/94 zu 1 ). Hier
wäre übrigens noch darauf aufmerksam zu machen, dass in grosser
Zahl minder leistungsfähige Arbeitskräfte eingestellt worden sind,
dass der Nachwuchs also den Durchschnitt gleichfalls drücken
musste. Unter dem Einflüsse dieses Rückganges der Durchschnittsleistungsfähigkeit
steht die Bewegung des Durchschnittsverdienstes
gerade nach der Stabilisierung (1896 auf 18981)
Noch weniger stichhältig ist der Hinweis auf die Verhältnisziffern
: Materialaufwand zu Lohnaufwand. Vor allem aus den oben
im Text angeführten Gründen: der Veränderung in den Lohnsätzen
beim Uebergange vom Werklohn- zum Zeitlohnbemessungssystem.
Will man übrigens derartige Verhältnisziffern verwenden, so darf
man sich nicht mit den allgemeinen Hauptziffern begnügen, sondern
muss in die Details eindringen. Es ist dann festzustellen,
1) Die Preisbewegung am österreichischen Eisenmarkt ist selbstverständlich nicht
unabhängig von den Konjunkturen auf ausländischen Märkten, aber gleichwohl ist die
Preisgestaltung im Laufe der letzten 10 bis 15 Jahre in erster Linie von den Wirkungen
des Umgestaltungsprozesses beherrscht gewesen, der sich in der Produktionstechnik
in den österreichischen Werken etwas verspätet vollzogen hat. Die Preise
sind daher im genannten Zeitraum mit geringen Unterbrechungen gefallen. Manche
Artikel haben im Preise 50 % eingebüsst. Die Preissteigerung, die in Deutschland
1894—1897 sich bemerkbar machte , ist in Oesterreich erst von 1898 auf 1899, und
auch da in wesentlich schwächerem Ausmasse zu beobachten gewesen. Der Frisch-Roheisenpreis
ist von 1890 bis 1896 überhaupt konstant gefallen, von 1896 auf 1898
um 3% gestiegen.