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Die Grundlagen des Arbeitsverhältnisses in dem engeren
Sinne, in dem es hier aufgefasst werden muss, werden durch die
Entgeltbemessungsmethode nicht verschoben. Bei Werklöhnung
handelt es sich wie bei Zeitlöhnung und ebenso bei Zeitprämienlöhnung
um ein Vermieten der Arbeitskraft im weiteren
Sinne (nicht Verkaufen der Ware Arbeit!). Diese Arbeitskraft
kann freilich keiner elementaren Kraft oder einer Kraftmaschine
gleich gestellt werden, denn in der ganz überwiegenden
Zahl der Fälle funktioniert nicht die mechanische Kraft allein,
sondern es wirken auch neben der Kraft im engeren Sinne andere
Faktoren, darunter die drei wichtigsten: Geschicklichkeit,
Intelligenz und schliesslich der Wille, diese und die Kraft zu entwickeln.
Die Ausnützung der drei Faktoren Kraft, Geschicklichkeit
und Intelligenz hängt bei der Zeitlöhnung zu einem grossen
Teil von der Betriebsorganisation des Mieters ab; ein gewisser
Einfluss bleibt dem Willen des Arbeiters aber stets eingeräumt.
Gegenstand der Vermietung ist schon mit Rücksicht darauf nie
etwas absolut Bestimmtes, auch dann nicht, wenn der Mieter das
Maximum der drei gemieteten Elemente zu kennen glaubt, denn
den Willen des Arbeiters kennt er nicht.
Nicht anders liegt die Sache bei der Werklöhnung; ein Unterschied
liegt hier aber in dem Umstande, dass die Entgeltberechnungsmethode
den Willen des Arbeiters beeinflusst, jene drei
Faktoren besser, intensiver einzusetzen; die bewegende Kraft dem
Willen gegenüber ist der Umstand, dass das Ausmass der Substanziierung
der drei Arbeitselemente das Entgelt beeinflusst. Und
darin liegt denn allerdings auch die Aehnlichkeit zwischen dem
Werklohn und dem Zeitprämiensystem, denn auch bei diesem
nimmt die Entgeltbemessung auf die Substanziierung der Arbeitselemente
im Arbeitsprodukt Rücksicht.
Allein von der Bezahlung eines bestimmten Stückpreises wie
beim Werklohnverhältnis kann beim Zeitprämiensystem wohl nicht
die Rede sein, denn das Entgelt, das tatsächlich für ein Stück
oder Werk, also für ein bestimmtes Quantum substanziierter Kraft,
Geschicklichkeit und Intelligenz gezahlt wird, ist beim Zeitprämiensystem
nichts weniger als konstant, sondern schwankt, und zwar
seltsamerweise verkehrt proportioniert zu der Steigerung der Energie,
mit der die drei Faktoren eingesetzt werden, d. h. je energischer
der Arbeiter seine Potenzen einsetzt, je rascher demzufolge
die Verkörperung derselben im Arbeit s-