Full text : Organisierte Arbeit

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werkschaftsbewegung,  für  die  Hebung  der  Arbeiter  und  den
neuen  Geist,  der  unter  sie  gekommen  war.  Für  jene  war  die
Gewerkschaft  eine  Kampfmaschine  und  die  Lohnerhöhung  eint'
Schmälerung  der  Dividenden.  Sie  hatten  nichts  gelernt,  als  die
billigsten  Arbeitskräfte  zusammenzuscharen,  und  wer  sie  daran
hindern  wollte,  der  musste  und  konnte  wieder  vernichtet  werden
wie  schon  in  früheren  Zeiten.
Ihre  aggressive  Politik  war  von  Anfang  an  ersichtlich  mit
der  Errichtung  von  Pfahlwerk  um  die  Zechen,  von  Vorratslagern, ­
  und  anderen  Kriegsvorbereitungen.  Agenten  der  Gesellschaften ­
  mischten  sich  unter  die  Gewerkschaftler,  und  die  in  der
Menschenschinderei  gedrillten  L  nt  erbeamten  meldeten  jeden
Verdacht  gegen  organisierte  Leute  in  einer  Form,  welche  die
Vereinigung  möglichst  anschwärzte.  Der  Wunsch  der  Eisenbahnen, ­
  die  Vereinigten  Bergarbeiter  in  einen  Todeskampf
zu  verwickeln,  wurde  auch  von  Fernerstehenden  anerkannt  und
geteilt.
Mitten  in  diesem  unserem  Lande  wächst  eine  kleine  Gruppe
von  Menschen  auf,  unermesslich  reich  und  von  gefährlicher
Machtfülle,  ohne  die  Ideale  von  Freiheit  und  Demokratie,  die
den  amerikanischen  Bürger  ausmachen.  Der  Kohlenstreik
von  1902  war  mehr  als  ein  Kampf  zwischen  Unternehmern ­
  und  Bergleuten.  Er  war  die  erste  Schlacht  in  dem
Vernichtungskrieg  zwischen  dem  Prinzip  des  Monopoles,  und  der
demokratischen  Garantie,  die  in  den  Gewerkschaften  liegt;  zwischen ­
  dem  organisierten  und  zentralisierten  Keichtum,  und  den
vereinigten  Arbeitskräften  des  Landes.
Die  Vereinigten  Bergarbeiter  zeigten  eine  äusserst  gemässigte ­
  Haltung.  1901  wurde  der  Frieden  aufrecht  erhalten
unter  den  Bedingungen,  die  1900  eigentlich  mehr  versprochen,  als
gewährt  worden  waren.  Die  Besprechung,  der  Präsident  Thomas
von  der  Erie-Bahn,  Senator  Hanna,  die  Distriktsvorsitzenden  der
Bergleute  und  ich  beiwohnten,  erweckte  die  trügerische  Hoffnung, ­
  die  Gewerkschaft  werde  schliesslich  anerkannt  werden.
Am  14.  Februar  1902  richteten  die  Gewerkschaftsbeamten  Briefe
an  die  Bahnpräsidenten,  und  baten  um  eine  gemeinschaftliche
Versammlung  für  den  12.  März  nach  Scrauton.  Die  Unternehmer ­
  schlugen  diese  Einladung  einhellig  ab,  da  „nicht  zwei
Herren  in  einem  Geschäfte  die  Leitung  haben  könnten“,  und
griffen  die  Gewerkschaft  wegen  einiger  örtlichen  Streitig ­
            
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