Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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in Anspruch nehmen, noch auch drüben jemals gefunden 
haben. Auch nicht dadurch, daß der Verfasser mit 
dem schon oben erwähnten damaligen russischen Finanz 
minister Herrn von Witte eine Begegnung hatte, deren Einzel 
heiten er aufs genaueste schildert, teils im Zusammenhang, 
teils sie hie und da einstreuend. Der russische Staatsmann 
hatte seinem amerikanischen Besucher vorgerechnet, was 
Europa an Militärlasten zu tragen habe — ungleich mehr als 
Amerika —, hatte von Frankreich als von dem „kleinen 
Rentner“ unter den Staaten gesprochen, mit wohlwollender 
Anerkennung von Deutschlands Fortschritten, die überschnell 
seien und deshalb einen Rückschlag als unvermeidlich er 
warten ließen — und hatte endlich dem amerikanischen Reich 
tum Bewunderung gezollt. Vielleicht unabsichtlich stellte Herr 
von Witte zugleich fest, daß es — wenigstens zu jener Zeit — 
Englands Kapitalmacht sei, die befruchtend auf die ganze Welt 
einwirke, indem er erwähnte, daß der Transvaalkrieg und die 
damit verbundene Einziehung und Zurückhaltung englischer 
Kapitalien es seien, die die damalige industrielle Krisis in 
Rußland und anderwärts hervorgerufen haben. Ungleich mehr 
als diese Äußerungen des Herrn von Witte wurde übrigens 
drüben die klare, sachverständige und vorurteilsfreie Ant 
wort beachtet, die der Direktor der Berliner „Union-Elektri- 
zitäts-Gesellschaft“ Herr Louis J. Magee Herrn Vanderlip 
auf die Frage gegeben hatte, „welches die Vorzüge Deutsch 
lands und Amerikas voreinander seien“. 
Ich würde mich bei dieser vor bald zwei Jahren 
erschienenen Schrift eines „Amerikaners über Amerika“ nicht 
so lange aufgehalten haben, wenn sie nicht bei uns in 
Deutschland dadurch besonders bekannt geworden wäre, 
daß ein angesehener preußischer Magnat und Groß-In 
dustrieller, Herr Graf Tiele-Winckler, nach Rückkehr von 
einer Studienreise durch die Vereinigten Staaten, das Büchel
	        
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