Full text : Staatspapierkurs und Versicherungsgesellschaften

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bisher  nicht  nötig  zu  haben,  den  Absatz  ihrer  Schuldverschreibungen ­
  auf  diesem  Wege  zu  fördern,  ja,  es  wird  sogar  vielfach ­
  für  schädlich  für  den  Staatskredit  erachtet,  ein  solches  Verfahren ­
  einzuschlagen.  Unseres  Erachtens  mit  Unrecht.  Wenn
der  Staat  in  so  großem  Umfange,  wie  dies  im  Laufe  der  letzten
drei  Jahrzehnte  geschehen  ist,  als  Borger  an  den  Geldmarkt
herantritt,  wenn  Jahr  für  Jahr  eine  große  Emission  der  andern
folgt,  wird  es  auch  für  den  Staat  nützlich  sein,  für  einen  glatten
Absatz  seiner  Papiere  dadurch  Sorge  zu  tragen,  daß  er  den
Banken  eine,  wenn  auch  vielleicht  nur  geringe  Provision  zugesteht.
  Die  hierfür  aufzuwendenden  Beträge  werden  insofern
schon  sehr  bald  Nutzen  bringen,  als  mit  ihrer  Hilfe  der  Kreis
der  Staatspapierbesitzer  erheblich  erweitert  und  hierdurch  eine
Erhaltung  des  Kursniveaus,  eine  größere  Stabilität,  herbeigeführt ­
  wird.  Mit  der  Würde  des  Staates  und  mit  der  Güte  des
Staatskredits  hat  die  Gewährung  von  Provisionen  an  die  Banken
nichts  zu  tun.  Selbstverständlich  müßte,  wenn  die  Gewährung
von  Bonifikationen  an  die  Banken  nicht  zu  immer  neuen  Ankäufen ­
  und  Wiederverkäufen  Gelegenheit  bieten  und  die  Provisionen ­
  nicht  völlig  nutzlos  aufgewendet  werden  sollen,  eine  Kontrolle ­
  darüber  ausgeübt  werden,  daß  die  mit  Bonifikation  verkauften ­
  Stücke  innerhalb  einer  bestimmten  Frist  nicht  wieder  an
den  Markt  gelangen.  Es  ist  nicht  einzusehen,  warum  sich  eine
solche  Kontrolle  technisch  trotz  des  großen  Umsatzes  in  Reichsund
  Staatspapieren  nicht  sollte  schaffen  lassen.  Es  fragt  sich
ferner,  ob  nicht  die  seit  dem  Jahre  1910  den  Banken  gewährte
Bonifikation  für  ihre  Mitwirkung  bei  der  Eintragung  von  Schuldbuchforderungen, ­
  durch  die  die  Tauschoperationen  erschwert
und  die  Ernstlichkeit  des  Willens  zum  dauernden  Erwerb  der
Buchforderung  gewährleistet  erscheint,  etwas  reichlicher  bemessen ­
  werden  könnte.  Sie  wird  jetzt  in  Höhe  von  10  Pfennigen ­
  für  1000  Mark  an  Banken  und  Bankiers  bezahlt,  eine
recht  geringe  Provision,  deren  Erhöhung  die  Bankiers  zweifellos
‘reizen  würde,  ihre  Klienten  zu  stärkerer  Eintragung  von  Schuldbuchforderungen ­
  anzuhalten.
Neben  den  Fehlern  der  Emissionstechnik  kommen  als  Ursachen ­
  für  die  rückläufige  Bewegung  der  Staatspapierkurse
            
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