Full text: Zur Entwicklung der Baumwollindustrie in Deutschland

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Die 9 reinen Aktienwebereien im Jahre 
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Die 9 Gardinenfabriken 
V 9 » 
Die 9 Nähfadenfabriken 
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i899/ i 9°o einen Durchschnittsgewinn von 6,2 °/ 0 , 
t 900/1 go i „ „ „ 4,3 7„, 
1899/1900 „ „ „ 11,4%, 
1900/1901 „ „ „ 18,0 ®/ 0 , 
1899/1900 „ „ „ ii,o°/ 0 , 
1900/1901 „ „ „ 11,1%. 
Die Aktiengesellschaft „Baumwollspinnerei am Stadtbach“ in 
Augsburg konnte im Jahre 1903 die Feier des fünfzigsten Be 
triebsjahres begehen, sie hat aus diesem Anlaß eine Denkschrift her 
ausgegeben, aus der wir schon früher Nutzen gezogen haben. Es 
mögen hier noch einige Angaben folgen, da sie nicht sowohl für das 
Unternehmen speziell, als auch zugleich für die Entwicklung der 
Spinnerei überhaupt charakteristisch sind 2 ): Das produzierte Garn ist 
durchschnittlich von der Nummer 29 gewesen. Bis Ende der sech 
ziger Jahre hielt sich die Durchschnittsnummer auf über 30, dann 
ging sie — wahrscheinlich eine Folge der Einverleibung Elsaß-Loth 
ringens — zeitweise bis auf No. 28 zurück, stieg aber bald wieder, 
bis Ende der achtziger Jahre von neuem ein Rückgang eintrat, vom 
Beginn der neunziger Jahre an hält sie sich ungefähr auf der Höhe 
von 28 bis 29. Um zu verdeutlichen, wie die Zunahme der Spindeln, 
des Verbrauchs von Rohbaumwolle und der Garnproduktion unter 
einander im Verhältnis stehen, sei ferner folgende kurze Tabelle mit 
geteilt : 
Jahrgang 
Baumwollver 
brauch in Ballen 
Tätige 
Spindeln 
Produktion 
von Garn in kg 
1860 
12 257 
86 288 
1 971 424 
1870 
17 053 
94 535 
2118 629 
1880 
17 030 
110 569 
2 458 357 
1890 
18339 
110 784 
2 948 208 
1895 
18 623 
13' 5°8 
3 448 4 21 
1900 
21 421 
136 046 
4051 766 
1901 
20 056 
132 625 
3 880 141 
1902 
22 316 
I4I 422 
4 444 5*7 
>9°3 
24521 
140653 
4 72i 099 
Man erkennt unschwer den technischen Fortschritt, die Ver 
billigung der Produktionskosten: Die Spindelzahl hat sich vermehrt 
von 1860 bis 1903 um 63%, der Baumwollverbrauch um ioo°/ 0 , und 
dabei ist die Produktion gestiegen um fast 140°/,,. 1860 verbrauchte 
eine Spindel jährlich 28,4 kg Baumwolle, um daraus 22,8 kg Garn 
herzustellen, 1903 war der Verbrauch pro Spindel 34,8 kg und die 
Produktion 33,6 kg, also ein ganz bedeutender Fortschritt. Dasselbe 
ergibt sich, wenn man die industrielle Erziehung der Arbeiter ver 
1) S. S. 102 Anmerkung.
	        
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