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Die jüngste deutsche Industrie, die Dosenfleischherstellung, hat
Sl ch in den wenigen Jahren ihrer Existenz bereits derartig entwickelt,
c Dß es ihr möglich ist, die früher vom Auslande bezogenen Fleisch
konserven zu einem verhältnismäßig niedrigen Preise und zugleich
* °' lne Verwendung von Konservierungssalzen herzustellen. Ihre Pro
dukte ersetzen nicht nur die ausländischen Fabrikate, sie übertreffen
diese auch in bezug auf den Geschmack.
Die Produkte der Gemüse- und der Fleischkonservenindustrie
s, ud für die Versorgung des einheimischen Lebensmittelmarktes gerade-
zu unentbehrlich und wichtige Handelsartikel geworden. — Der Fleisch-
uxtrakt ist eine ausländische Konserve, die sich seit 30 Jahren in
eutschland beliebt gemacht hat. Es liegt kein Grund dazu vor,
die Einfuhr des Fleischextrakts zu verbieten, für den ein nachweis-
daies Bedürfnis entstanden ist und dessen Herstellung aus deutschem
e >sch wohl dauernd ausgeschlossen ist.
Die Herstellung und Verbreitung der kondensierten Milch haben
m Deutschland eine bedeutende Zunahme erfahren. Ob es möglich
ls t’ die Fabrikation von kondensierter Milch mit der Herstellung von
v Gemüsekonserven zu verbinden, ist bisher noch nicht erprobt, aber
des öfteren von verschiedenen Fachleuten angeregt worden. Ent-
Sc hieden würde die Herstellung von kondensierter Milch sehr gut in
den Rahmen der deutschen Konservenfabrikation passen und ein ge
öffneter Absatz ist sowohl im Inlande wie namentlich im Auslande
genügend vorhanden.
j Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß die bisherige Entwick-
11 g dieser neuen Industrie eine höchst erfreuliche ist und man darf
^°hl auf wachsende Erfolge auf diesem nicht unwichtigen Produktions-
gebiet für die Zukunft hoffen.