Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Futtermittel.

zeitigen  Schicht  tafelförmiger,  ziemlich  großer  Zellen  mit  gelblichem  Inhalt  und
verkorkten  Wänden  (Fig.  127)  ah.  Nach  innen  folgt  parenchymatisches  Gewebe,
in  welchem  Gefäßhündelendigungen  verlaufen.  Diesem  folgt  weiter  eine  Schicht
tafelförmiger  Zellen  mit  stark  lichthrechenden,  porös  verdickten  Wänden.  Das

Fig.  127.  Buchnuß.  Samenschale.
Nach  Pfister.  (Yergr.  220.)

Fig.  128.  Buchnuß.  Haare.  Nach  Pfister.
(Yergr.  770.)

sich  hieran  anschließende  Kotyledonengewebe  wird  rings  von  einer  einzelligen
Schicht  kleiner  Zellen  umgehen  und  besteht  im  übrigen  aus  dünnwandigem  Palissaden-Parenchym,
  welches  neben  Fett  und  Protein  geringe  Mengen  Stärke  führt.

Walnuß,  Jnglaus  regia  L.
Die  Kerne  der  Schalenfrucht  des
Walnußbaumes  (Juglans  regia  L.)  dienen
mitunter  ebenfalls  zur  Gewinnung  von
öl  und  die  Preßrückstände  zur
Fütterung.  Letztere  enthalten  bittere
Extraktivstoffe  und  eignen  sich  nicht
zur  Yerfütterung  an  Milchvieh  oder  an
Muttertiere.
Besonders  kennzeichnend  für  die
Walnuß  ist  die  Testa  des  Samens,  welche
nach  außen  hin  mit  einer  einzelligen,
epidermalen  Schicht  abschließt,  nach  Art  einer  den  Pflanzenkörper  bedeckenden
Epidermis.  Dieselbe  führt  ebenso  wie  diese,  wenn  auch  nicht  in  so  reichem  Maße,
Spaltöffnungen  mit  verdickten  Schließzellen  (Fig.  131,  S.  365).  Dieser  epidermalen
Schicht  folgt  Schwammparenchym,  in  welchem  Gefäßbündelendigungen  fast  stets  zu
erkennen  sind.  Den  weitaus  größten  Teil  des  Gewebes  nimmt  der  Keim  ein,  dessen
mächtige  Kotyledonen  aus  dünnwandigen,  kleinen  Zellen  bestehen.  Letztere  führen
Fett  und  Eiweiß,  aber  keine  Stärke.

Samenschale.

Endosperm.

Kotyledonen.

Fig.  129.  AValnuß.  Querschnitt.
Nach  Pfister.  (Vergr.  200.)
            
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