Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Futtermittel.

Die  Oberhaut-(Kork-)Schicht  der  Zuckerrübe  ist  der  der  Kartoffel  ähnlich.
Kennzeichnend  für  die  Zuckerrübenschnitzel  sind  die  Netzgefäße  oder  Siebröhren
(Fig.  146,  S.  375).
Fleischfuttermehl,  Fischfuttermehl,  Kadavermehl.
a)  Das  Fleischfuttermehl 1 )  besteht  aus  den  getrockneten  und  gemahlenen
Rückständen  von  der  Fleischextrakt-Bereitung.  Die  bei  der  Herstellung  des  Fleischextraktes ­
  gewonnenen  knochenreichen  Abfälle  geben  den  Rohstoff  für  das  Fleischknochenmehl, ­
  die  von  Fett  und  Sehnen  tunlichst  befreiten  und  mit  70—80°  warmem
Wasser  ausgezogenen  Fleischstücke  den  Rohstoff  für  das  Fleischfuttermehl  ab.
Gutes  Fleischfuttermehl  muß  nahezu  geruchlos  und  sehr  fein  gemahlen  sein.  An

A  Hg.  149.  B
Muskelfasern  aus  Fleischfuttermehl
nach  Behandeln  mit  Säuren  und  Natronlauge.  nach  alleiniger  Behandlung  mit  Säuren.
(Yergr.  120.)  (Vergr.  300.)
Schweine  kann  es  je  nach  dem  Lebendgewicht  derselben  von  1 / 10 —1  kg,  an  Schafe  von
100  bis  400  g,  an  ein  Stück  Großvieh  von  1 / 2 —1  kg  gefüttert  werden,  ohne  daß  die
tierischen  Erzeugnisse  an  Beschaffenheit  eine  Einbuße  erleiden,  jedoch  soll  man  mit
geringen  Mengen  (10  g  bei  kleineren  oder  60  g  bei  größeren  Tieren)  anfangen.  Für
Pferde  ist  es  nur  in  Form  von  Fleischzwieback  geeignet.
Verfälschungen  kommen  beim  Fleischfuttermehl  kaum  vor.  Am  nächsten
liegt,  demselben  Fleischknochenmehl  —  gekennzeichnet  durch  einen  hohen  Aschengehalt ­
  —  Fischmehl,  Knochen-,  Horn-,  Leder-  oder  Kadavermehl  zuzusetzen.  Zahlreiche ­
  Untersuchungen  des  Fleischfuttermehles  ergaben  folgende  mittlere  Zusammensetzung ­
  und  Schwankungen:
Wasser  Protein  Fett  Asche
Mittel  Schwank.  Mittel  Schwank.  Mittel  Schwank.  Mittel  Schwank.
10,50%  (5,7-15,2%)  72,32%  (59,9-84,2%)  13,17%  (5,9-24,0<%)  3,98%  (1,6-12,0%).
Für  die  mikroskopische  Untersuchung  behandelt  man  das  Fleischfuttermehl
mit  verdünnten  Säuren  und  verdünnter  Natronlauge;  es  erscheinen  die  Fleischteilchen
l )  Yergl.  zu  diesem  Abschnitt  V.  Schenke,  Landw.  Versuchs-Stationen  1903,  58,  9.
            
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