Full text: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische Untersuchung. Unkrautsamen und Yerfälschungsmittel. 
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a Oberhaut mit einer gequollenen Zelle a', 
b darunter liegende, tafelförmige Zellen mit 
Interzellularräumen b', c wellenförmig ver 
laufende Stäb chenschicht,deren peripherisches, 
äußeres Ende sehr lang und dünnwandig ist, 
sich daher, wie in Fig. B bei b angedeutet, von 
dem unteren loslöst, d darunter liegende, gelb 
gefärbte Tafelzellen, e Endospermschicht mit 
darunter liegenden, zartwandigen Parenchym 
zellen f (mit den übrigen Brassica-Samen kon 
gruent). C die Tangentialansiclit der Stäbchen 
schicht ist sehr deutlich netzförmig, Zellen mit 
sehr kleinem, infolge seitlicher Beschattung 
schwarz erscheinendem Lumen und in der 
mazerierten Masse, infolge seitlicher Ver 
schiebung des oberen, dünnwandigen Teiles, 
oft nur undeutlich erkennbar. 
A Querschnitt. 
Fig. 161. Hederichsamen. (Vergr. 200.) Nach C. Böhmer, 
ß und C Tangentialansichten zu den 3 peripherischen Schichten. 
f) Ackersenf (Sinapis arvensis L., Fig. 162). Die Senfsamen gehören sämtlich 
des darin enthaltenen ätherischen Senföls zu den für landwirtschaftliche Nutztiere 
c nädlichen Samen. Die von Senföl größtenteils befreiten Preßrückstände sind nicht 
Querschnitt, Tangentialansicht der Stähohenschloht. 
1—4 g Fig. 163. Ackersenf. (Vergr. 200.) Nach C. Böhmer. 
enschale, 1 Epidermis mit einer aufgequollenen Zelle a, 2 Parenchym, 3 Stähchenschicht, 
4 Earhstoffschicht, 5 äußere, 6 innere Endospermschicht. 
und werden die sog. Senfkuchen vereinzelt als Futtermittel angehoten. 
Tr* i U11U werden di 
ei Senfsamen enthaltende 
lanJL Ver ^ ttert UIK ^ wom öglich zur Entfernung des Senföles vorher einige Zeit mit 
■icuiwarmem . , , , 
Ölsamen-Etickstände sollen aber stets mit größter Yor- 
armem Wasser erwärmt und dann gekocht werden. 
Land’ 
■Wirtschaftliche Stoffe, 8. Auflage, 
25
	        
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