Object : Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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Wasser  gefüllt  sind,  werden  in  einem  bestimmten  Verhältnis  mit
mehrpfündigen  Fleischstücken  beschickt  und  das  Fleisch  in  ihnen
eine  Zeit  lang  gekocht,  bis  es  halbgar  ist.  Das  angekochte  Fleisch
wird  in  einen  anderen  Raum  geschafft,  wo  es  in  Behältern,  oder,  am
häufigsten  direkt  auf  dem  Fußboden  zum  Abkühlen  ausgebreitet  wird.
Darauf  wandert  das  Fleisch  auf  laufenden  Tischen  je  nach  der  zu
verarbeitenden  Masse  über  eine  oder  mehrere  Wägevorrichtungen,
die  von  je  einem  Manne,  der  mit  einem  Messer  versehen  ist,  bedient
werden.  Dieser  gibt  den  Fleischstücken  mit  großer  Geschicklichkeit
und  Schnelligkeit  das  für  die  Büchsen  bestimmte  Gewicht,  indem  er
entweder  die  Stücke  verkleinert,  oder  von  den  abgeschnittenen
Stücken  so  viel  wie  erforderlich  hinzufügt.  Die  abgewogenen
Fleischmengen  wandern  auf  einer  rotierenden  oder  sich  in  gerader
Richtung  fortbewegenden  Platte  an  Arbeitern  vorbei,  welche  das
Fleisch  in  bereitstehende  Blechbüchsen  mit  hülfe  von  Holzpflöcken
stopfen.  Nachdem  schließlich  das  Fleisch  in  den  Dosen  noch  durch
maschinelle  Kraft  fest  gepreßt  worden  ist,  werden  die  Dosen  durch
Maschinen  mit  Deckeln  versehen  und,  wie  es  bei  der  deutschen
Fabrikation  noch  näher  beschrieben  werden  wird,  nach  Entziehung
der  Luft  verlötet.  Alle  diese  maschinellen  Einrichtungen,  sogar
diejenige  zum  Entziehen  der  Luft  und  zum  Zulöten  im  luftleeren
Raume,  sollen,  nach  Angabe  der  amerikanischen  Fabrikanten,  verhältnismäßig ­
  so  leicht  zu  handhaben  sein,  daß  sie  vorwiegend  von
Knaben  und  Mädchen  bedient  werden  können.  Die  fertigen  Büchsen
gelangen  fast  automatisch  nach  einem  Autoklaven,  worin  der  Inhalt
der  Büchse  fertig  gekocht  wird.  Darauf  führt  man  die  Dosen  zur
Abkühlung  durch  ein  anderes,  mit  kaltem  Wasser  gefülltes  Bassin.
Nach  erfolgter  Abkühlung  wandern  die  Büchsen  an  Arbeitern  vorbei,
die  das  Ankleben  der  Etiketten  besorgen.  Ob  bei  der  amerikanischen
Corned  beef-Fabrikation  noch  in  den  letzten  Jahren  chemische  Konservierungsmittel ­
  zugesetzt  werden,  konnte  bisher  nicht  ermittelt
werden.  In  früheren  Jahren  wurden  Borsäure  und  Borsäuresalze
verwendet.
Wie  bei  den  übrigen  Zweigen  der  amerikanischen  Fleischwarenindustrie, ­
  ist  auch  bei  der  Herstellung  von  Corned  beef  Arbeitsersparnis
mittelst  Verwendung  von  Maschinen  und  sonstigen  Vorrichtungen
so  weit  wie  möglich  getrieben  und  hierdurch  die  Produktionsfähigkeit
aufs  höchste  gesteigert.  Es  ist  z.  B.  in  sämtlichen  amerikanischen
Schlachthäusern  Brauch,  das  Vieh  zur  Schlachtung  auf  Holzbrücken
bis  in  das  zweite  oder  dritte  Stockwerk  des  Schlachthauses  zu  treiben.
Sobald  die  Schlachtung  vollzogen,  rollen  die  Tiere  oder  die  einzelnen
            
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