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einer bestimmten Richtung. Daher geschieht die Bearbeitung auf einer
Unterlage mit einem Werkzeug.
Für die handwerksmäßigen Operationen des Entfleischen^ Ent
haarens, Ausreckens, Narbenabziehens, haben wir als schließliche Unter
lage den Schabebaum, und daher als schließliches Werkzeug die mehr
oder weniger konkaven Eisen kennen gelernt.
Zur handwerksmäßigen Operation des Schlichtens wurde das Fell
in den Schlichtrahmen geklemmt und mit dem Schlichtmond bearbeitet.
Die handwerksmäßige Operation des Stollens wurde, wie wir
gesehen haben, auf dem Stollpfahl vorgenommen.
Wie man sieht, zerfallen diese handwerksmäßigen Operationen
auf Grund der dabei in Anwendung kommenden Werkzeuge in drei
Klassen, und es ist gewiß interessant, zu sehen, wie auch die zur Durch
führung dieser Operationen konstruierten Maschinen sich in die gleichen
drei Klassen teilen lassen.
Betrachten wir die Entwicklung der ersten Klasse von Maschinen.
Als ein wichtiges Werkzeug der hier in Betracht kommenden Reihe von
Operationen haben wir den Schabebaum kennen gelernt, welcher die
Unterlage für das Fell bildet, und dessen Form von bestimmendem
Einstuß auf die Gestalt der arbeitenden Werkzeuge gewesen ist.
Daher beginnt in der Entwicklung der für diese Arbeiten in Be
tracht kommenden Maschinen die Unterlage mit dem Schabebaum.
Bagnall in der Grafschaft Lancaster ließ sich unter dem 21. März
1801 ein Patent für eine Maschine geben, bei welcher über die ans
schiefen Bänken liegenden Häute durch Hebelwerk mehrere Schabmesser
geführt wurden *). Die „Conus-Enthaar- und Reinmachmaschine" der
Maschinenfabrik Moenus besitzt als Unterlage heute noch einen großen
hölzernen Conus, welcher nichts weiter als einen modifizierten Schabebaum
darstellt. Wir sehen also, das alte Gerberwerkzeug, des Schabebaums, welches
das Endglied in der Reihe der Unterlagen für den handwerksmäßigen
Betrieb gebildet hat, stellt nunmehr den Anfang in der Entwicklung
der maschinenmäßigen Technik dar, und es hat sich sogar noch bis heute
seinen Platz unter den Organen einer Maschine zu behaupten gewußt.
Da jedoch der Schabebaum nicht zu einem kontinuierlichen Prozesse
führen kann, weil bei dieser Unterlage immer nur einzelne neben
einander gelegene Partieen zur Bearbeitung gelangen, suchte man
nach einer Unterlage, welche es gestattete, die Haut ihrer ganzen Breite
nach auf einmal zu bearbeiten. Durch einfaches Ausbreiten der Haut
auf einem flachen Tisch wird die Haut in eine Form übergeführt,
welche außerordentliche Ähnlichkeit — in bezug auf die mechanische Be
tz Ann. d. Arts Bd. IX, S. 271; Leuchs 1828, S. 134; Pelzer 1837, S. 269.