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leitung und hergebrachte Tradition übten einen so starken Ein
fluß auf die demokratischen Mitglieder aus, daß sie an dem von
der Majorität ihrer Partei einmal angenommenen Programm fest
hielten. Der Erfolg wurde durch die Haltung der Regierung wir
kungsvoll unterstützt. Präsident Wilson, der langsam aber fest
die Zügel in die Hand genommen hatte, gewann eine solche Macht
über seine Anhänger, daß es Freund und Feind in Erstaunen setzte.
Im „Hause“ hatten die Demokraten einen tüchtigen Führer in der
Person Underwoods, des Vorsitzenden der Finanzkommission, und
einen ausgezeichneten Parteiführer in dem Präsidenten der Re
publik.
Bevor wir zu den Einzelheiten des Gesetzes übergehen, be
trachten wir noch etwas den Charakter der Debatten und die
Grundsätze der Parteien.
Das neue Prinzip, das in der Hauptsache von den Befürwor-
\ tern des neuen Gesetzes herstammt, ist das eines „W e 11 b e -
werbs-Tarif s“. Bei dem Tarif des Jahres 1909 er
klärten die Republikaner, nach einem ganz anderen Prinzip zu
handeln, nämlich dem Prinzip des „Ausgleichs der
Erzeugungskosten“. Von diesen zwei Prinzipien sind
die zwei Parteien in der Tarif-Kontroverse ausgegangen.
Die Idee, die dem „Ausgleich der Erzeugungskosten“ zu
grunde gelegt ist, ist die, daß es dem Erzeuger einheimischer
Erzeugnisse möglich gemacht werde, mit dem Erzeuger auslän
discher Erzeugnisse auf gleicher Basis zu konkurrieren. Dies
scheint aber auch im wesentlichen die Idee eines „Wettbewerbs-
Tarifs“ zu sein. Allerdings wird in den Angaben über das Prinzip
des „Ausgleichs“ von einem „mäßigen Verdienst“ des einheimi
schen Erzeugers gesprochen, während die Demokraten in ihrer
Erklärung über den „Wettbewerb-Tarif“ den „mäßigen Ver
dienst“ verhöhnten, und andeuteten, der Wettbewerb müsse derart
beschaffen sein, daß die Vorteile des Inländers herabgesetzt event.
einige von ihnen sogar ausgeschaltet würden. — Aber trotzdem
muß ein mäßiger Vorteil bei normalen Erzeugungskosten in Be
tracht genommen werden, obwohl ein solcher bei den üblichen
Methoden der Kostenberechnung nicht Berücksichtigung findet.
Ein Wettbewerbs-Tarif wäre demnach ein Tarif, unter dem der
einheimische und der ausländische Produzent so miteinander kon