Full text : Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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Die  Demokraten  wollten  mit  ihrem  „Wettbewerb“  nur  andeuten, ­
  daß  die  Zölle  nicht  einem  Einfuhrverbot  gleichen  sollten.
Die  Demokraten  behielten  sich,  wenn  sic  von  Ausgleichszöllen
und  legitimen  Industrien  sprachen,  die  Alternative  vor,  da  wo
politische  oder  ökonomische  Zweckmäßigkeit  es  verlangen  sollte,
von  diesen  Grundsätzen  abzugehen  und  die  Zölle  ohne  Rücksicht
auf  Ausgleich  und  Gesetzmäßigkeit  festzusetzen.
Nichts  erhellte  so  sehr  die  Art,  in  der  sich  die  Parteien  zu
der  Tariffrage  gestellt  hatten,  wie  die  Frage  bezüglich  der  Zweckmäßigkeit ­
  einer  Beibehaltung  des  Tarifausschusses.  Der  Tarif-Ausschuß
  ist  von  den  Republikanern  im  Jahre  1909  eingesetzt
worden.  Er  fertigte  umfangreiche  Berichte  über  wichtige  Industrien ­
  und  ihre  Beziehungen  zum  Zolltarif  an,  besonders  über
Baumwoll-  und  Wollfabrikate.  Dies  hat  unter  den  Demokraten
im  Jahre  1912  aufgehört.  Im  Schutzzollprinzip  liegt  natürlich  die
Notwendigkeit,  detaillierte  Einzelheiten  über  jede  Industrie  zu  erfahren, ­
  beim  Freihandelsprinzip  würde  dies  nicht  notwendig  sein.
Man  braucht  ja  nur  die  importierten  und  die  einheimischen  Erzeugnisse ­
  gleich  zu  behandeln;  entweder  beide  gleich  hoch  zu  besteuern, ­
  oder  beide  steuerfrei  zu  lassen.  Dann  werden  die  Ergebnisse ­
  eines  vollständig  gleichen  Wettbewerbs  zur  Geltung
kommen.  Aber  niemand  schlägt  diese  drastische  Maßnahme  vor,
wenigstens  nicht  zur  allgemeinen  sofortigen  Anwendung.
Mag  die  Basis  des  Ausgleichs  in  den  „konkurrierenden  Bedingungen“ ­
  oder  in  dem  „Ausgleich  der  Kosten“  oder  den  „legitimen ­
  Industrien“  liegen,  in  jedem  Falle  wird  man  die  Frage  aufwerfen, ­
  welche  präzisen  Zollsätze  führen  den  Ausgleich  herbei.
Daher  auch  der  Wunsch  der  Republikaner  nach  einem  sachverständigen ­
  Auschuß,  nach  Prüfungsorganen,  und  die  Beschwerden
über  die  Sorglosigkeit  bei  Industriegründungen  ohne  vorherige  sorgfältige ­
  Untersuchung.  Daß  die  „Mittel-  und  Wegekommission“  der
Repräsentanten  oder  das  Finanz-Komitee  des  Senates  nicht  in  der
Lage  waren,  solche  Prüfung  oder  Untersuchung  vorzunehmen,
wurde  jetzt  von  den  Republikanern  unbedingt  zugegeben.  Sie
leugneten  ihre  eigenen  früheren  Verfehlungen  in  dieser  Beziehung
nicht  ab,  drängten  aber  auf  Abänderungen  der  jetzigen  und  zukünftigen ­
  Zustände.  Es  wurde  viel  darüber  geklagt,  daß  die  „Demokratische ­
  Mittel-  und  Wege-Kommission“  scharf  vorgegangen
            
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