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kurrieren, daß jeder seinen angemessenen Verdienst findet. [ Es
würde also im ständigen Wortgebrauch das Prinzip des Wett
bewerbs-Tarifs sich im wesentlichen von dem des Tarifs zum
Ausgleich der Erzeugungskosten nicht unterscheiden.
Eine andere Phrase, die in den Debatten der damaligen Session
viel gebraucht wurde, war die der „legitimen Industri e“.
„Die illegitime Industrie“, so hieß es, „würde gefährdet werden“.
Da kann man mit Recht die Frage aufwerfen, was ist denn eigent
lich eine illegitime Industrie? Ist es eine solche, die sich nicht ohne
Unterstützung durch die Gesetzgebung halten kann oder eine
solche, die ihr Anrecht auf Elnterstützung verloren hat, wegen der
Methoden, durch die ihre Gründer die Gesetzgeber vergangener
Zeiten zu beeinflussen versuchten? Oder ist es eine solche,
die sich ungewöhnliche Vorteile durch Monopole oder Halbmono
pole zu verschaffen wußte?! —
Vielleicht sind aber auch legitime Industrien solche, die unter
dem Schutz des Tarifes nur einen normalen oder mäßigen Gewinn
gemacht haben. Vielleicht bezieht sich die Phrase auch auf In
dustrien, die sich bei einer verhältnismäßig niedrigen Zollstufe
aufrecht erhalten können, die aber Industrien, die von einer Reihe
besonders hoher Zölle abhängen, ausnimmt. Es kann aber auch
bedeuten, daß solche Industrien nicht behelligt werden sollen,
die in der Annahme gegründet wurden, daß die so viele
Jahre fortgeftihrte Schutzpolitik unbegrenzt weiter bestehen
würde. Es ist wohl kaum anzunehmen, daß man sagen
wollte, „eine Industrie ist deswegen illegitim, weil sie auf Schutz
angewiesen sei“. Jedenfalls wurden beide Ausdrücke, „legitime
Industrien“ und „Konkurrenz-Industrien“, niemals so gebraucht,
daß ihre Befürworter gezwungen gewesen wären, den Schutzzoll
abzuschaffen oder dem Freihandel das Wort zu reden.
Aber alle diese Schlagworte sind weniger wichtig hinsicht
lich ihrer tatsächlichen Bedeutung, als in bezug auf die Wirkung,
die sie auf den Durchschnittswähler haben. Die Schlußfolgerun
sen, die sie zulassen, sind keineswegs die gleichen. Sie verleiten
vielmehr zu sehr verschiedenen Auslegungen. Die Republikaner,
die angeblich nur einen Ausgleich der Erzeugungskosten wünsch
en, gaben zu erkennen, daß sie die Zölle so hoch zu bemessen
Wünschten, daß der inländische Erzeuger die Situation beherrschte.