Full text: Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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Zufällig befindet sich nun auch die Seidenfabrikation in einem 
Stadium, das — abgesehen vom Standpunkt der Erträge — alle 
Veranlassung zu einer Zollermäßigung bot. Seit einem halben 
Jahrhundert hat die Seidenindustrie einen ungewöhnlich hohen 
Schutz genossen und bei einem außerordentlichen Wachstum 
große Dimensionen angenommen. Ihr Charakter hat sich voll 
ständig geändert. Die Entwicklung war nicht allein quantitativer, 
sondern auch qualitativer Natur. Es mag sich hier die Gelegen 
heit oder doch die Möglichkeit geboten haben, junge Industrien 
erfolgreich zu beschützen. Die Zölle auf fast alle Seidenwaren, 
wie auch auf Wollwaren sind derart gestiegen, daß sie die aus 
ländische Konkurrenz ausschließen. Die Sätze hätten ermäßigt 
werden können, ohne daß der Stamm der Industrie davon berührt 
worden wäre. Die Frage ist jetzt gewissermaßen in ein akutes 
Stadium getreten, ob bei einer einschneidenden Zollermäßigung 
solche jungen Industrien sich jetzt weniger als zu Anfang auf 
einen Schutzzoll stützen müssen und ob sie bereits in der Er 
langung einer event. Unabhängigkeit Fortschritte gemacht haben. 
Eine andere Gruppe, bei der die Zollermäßigung geringer 
war, als man erwartet hatte, ist die der Ton- und Ton 
erdenwaren. Auch hier sind die Zölle verhältnismäßig hoch 
geblieben, wahrscheinlich aus fiskalischen Gründen. Die ver 
änderten Zollsätze auf die betreffenden Artikel sind folgende; 
Tarif 1909 
Tarif 1913 
Irdene und Töpferwaren, nicht bemalt, nicht 
verziert 
55% 
35% 
Töpferware bemalt oder verziert 
60% 
40% 
China- und Porzellanwaren, nicht bemalt oder 
verziert . . . 
55% 
50% 
China- und Porzellanwaren, bemalt oder ver 
ziert 
60% 
55% 
Die billigeren Sorten, wie irdene und 
Töpferwaren (gleich- 
viel, ob einfach oder verziert), werden in großem Umfange in 
den Vereinigten Staaten hergestellt. Der Import ist nicht uner 
heblich, aber die inländischen Fabrikanten behaupten das Feld.
	        
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