Full text: Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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Von weniger bedeutenden Positionen seien genannt: Felle,! 
die im Tarif von 1909 nach heftigen Debatten freigegeben wur 
den, bleiben natürlich auch jetzt frei, außerdem sind Leder, 
Stiefel und Schuhe mit auf die Freiliste gesetzt worden. 
Weizen und Mehl, Vieh und Fleisch sind gleich 
falls zollfrei. In dem Repräsentantenhause bemühte man sich, 
die Zölle auf Vieh und Weizen beizubehalten, während man die 
auf Mehl und Fleisch abschaffen wollte. Es war ein Versuch, den 
Konsumenten zu entlasten und doch dem Farmer gegenüber den 
Schein des Schutzes aufrecht zu erhalten. Schließlich siegte der 
gesunde Menschenverstand, und die Zölle auf Nahrungsmittel; 
Wurden ein für alle Male abgeschafft. Diese Änderung ist für] 
die allernächste Zeit von geringer Bedeutung — mit Ausnahme 
v on Fällen, in denen Grenzhandel oder gelegentliche Importe in 
schlechten Zeiten in Frage kommen. Eier, Milch und 
Sahne stehen ebenfalls auf der Freiliste; gleichfalls Artikel, 
bei denen nur ein kleiner Grenzhandel seine Rechnung findet. 
Endlich sind auch Kohlen und Brennholz (lumber) frei; 
die Überbleibsel der im Jahre 1909 beibehaltenen Zölle sind be 
seitigt worden. 
Bücher, hauptsächlich in fremden Sprachen, sind zollfrei^ 
trotz eines unverständlichen Versuchs, sie zollpflichtig zu machen, 
ai >ch alle Leitfäden, die in Schulen und Erziehungsanstalten be 
nutzt werden, stehen auf der Freiliste. Kleidungsstücke 
u nd persönliche Mühseligkeiten von Reisenden, die zum Gebrauch 
notwendig sind, sind ohne Ansehung des Wertes völlig frei. 
Außerdem ist es den Bewohnern der Vereinigten Staaten, die 
v on außerhalb zurückkehren, gestattet, Artikel bis zum Werte 
v on 100 Doll, für den persönlichen Gebrauch oder für den Haus 
halt, als Andenken oder als Kuriositäten zollfrei einzuführen. 
unter dem Schutzzoll. Bezüglich der deutschen Situation finden wir eine 
geschickte Darstellung in dem Werk von G. Goldstein: „Die Entwicklung 
der deutschen Roheisenindustrie seit 1879“ in Verh. des Vereins z. Ford, 
d. Gewerbfleißes 1908 und.„Der deutsche Eisenzoll — ein Erziehungszoll“, 
Wlkswirtsch. Zeitfragen 1912. Bezüglich der amerikanischen Eisenindustrie 
beziehe ich mich auf zwei meiner eigenen Zeitschriften im „Quartely 
Journal of Economics“, 1900.
	        
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