Geldwert in der Geschichte.
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Nun wird überall betont, daß*die unumgängliche Vorbedingung
für eine Verwertung solcher Angaben die sei, sie auf modernes
Maß und Gewicht zurückzuführen *). In Wirklichkeit aber steht
die Sache so, daß nur für den, dessen Fragestellungen auf die
Quantitäten gerichtet sind, diese abstrakten Quantitätspreise
notwendig sind, ebenso wie die Metallreduktion der Münzen nur
für den, dessen Interesse an der wechselnden Kaufkraft gleicher
Quantitäten von Edelmetall hängt (oben S. 7). Den Historiker
aber interessiert vielmehr direkt und in erster Linie, wie die
soziale Kaufkraft des Geldes, so der Gebrauchswert der
Waren.
Mit dem Begriff des Gebrauchswertes der Waren verhält es
sich genau so wie mit dem des Geldwertes: wir haben zahllose
Übergänge von einer objektiveren zu einer ganz subjektiven
Fassung. Im letzten Grunde führt alles auf subjektive Beurteilungen
der Brauchbarkeit der verschiedenen Güter zurück; nur
daß die Gleichartigkeit des Menschenwesens es ermöglicht, daraus
objektivere Gattungswerte der Güterarten zu abstrahieren. Wenn,
genauer soweit,-nun die Bedürfnisse und Gewohnheiten und damit
die Wertschätzungen der Menschen (einzeln oder in Gruppen
und Gesamtheiten) wechseln, können wir eine Rechnung mit
gleichen Warenquantitäten nicht mehr gebrauchen. Denn trifft
dieselbe Quantität mit einem größer gewordenen Bedürfnis zusammen,
so entspricht sie nicht mehr ihrem früheren Wert (vgl.
»pouvoir“) diesem Bedürfnis gegenüber. Auf diese Weise wird
e ine Größe wie „1 kg Fleisch“ (um noch eine der konstantesten
z u nennen) ebenso gefährlich verwirrend wie die eines Grammes
üold in Münzen. Sie bedeuten nie dasselbe, wiegen immer verschieden.
Lösen wir uns also auch hier erst einmal entschlossen von
dem Quantitativen und seiner rechnungsmäßigen Sicherheit (unten
^drd es voll zu seinem Recht kommen), so gewinnen wir als
Ersatz den gewaltigen Vorteil, daß wir der metrologischen Umrechnungen
in hohem Maße nicht mehr bedürfen. Der Grund
1) Z. B. Luschen an den oben S. 2 angegebenen Stellen, d’Avenel I
XVI, Wiebe 50, u. a.
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