fullscreen: Le problème de la marine marchande

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Bilanzdelikte. 
rang bzw. Fälschung mitbestimmenden Einfluß haben. Es gibt 
zweifellos strafbare und straflose Bilanzverschleierungen und 
Bilanzfälschungen: der Vorstand eines Aktienvereins fälscht die 
Bilanz, ob er stille Reserven schafft oder ob er fingierte Aktiven 
cinstellt. 
Auch die Unterscheidung zwischen Bilanzfälschung und 
Bilanzverschleierung des zitierten Paragraphen ist nicht leicht- 
Die Grenze zwischen beiden läßt sich etwa durch folgende For 
mulierung finden; Eine Bilanzverschleierung läßt das Ergebnis 
der Aktien-Bilanz, den Reingewinn unverändert, während eine 
Bilanzfälschung den Reingewinn verändert, d. h. erhöht. Eine 
wissentlich unwahre Darstellung des Standes der Verhältnisse der 
Gesellschaft liegt in jeder Bilanzfälschung, kann aber auch durch 
eine Bilanzverschleierung bewirkt werden. Eine Aktiengesell 
schaft unterläßt die notwendigen Abschreibungen in der Bilanz, 
berücksichtigt sie aber in der Gewinnverteilung („Rücklage für 
Abschreibungen“), eine offenkundige Berichtigung eines falschen 
Wertansatzes. Die Bilanz ist unwahr, die Abschreibungen werden 
verschleiert. Ein Verlust wird verschleiert durch Einzahlung der 
Aufsichtsratmitglieder oder durch Entnahme aus einem Reserve 
fonds, ohne daß der Verlust und seine Deckung irgendwie und 
irgendwo (Bericht, Bilanz) zum Ausdruck gebracht wird. Eine 
Industriegesellschaft 1 ) verpfändet Warenforderungen an eine 
Bank gegen Bardarlehen; weder Bankschulden noch Forde 
rangen erscheinen in der Bilanz, weil beide kompensiert wurden, 
eine Verschleierung, die den Stand der Verhältnisse unwahr 
darstellt. 
Der häufigste Fall einer strafbaren, d. h. wissentlichen Bilanz 
fälschung ist die Überbewertung von aktiven Vermögensteilen, 
beispielsweise der Lagerbestände, Hinzusetzen fingierter Posten 
l ) Die Bilanz einer Wollwaren-Aktiengesellschaft zeigt (ungetrennt) 
Lieferanten- und Bankschulden mit 784 000 M (davon nach dem Bericht 
der Direktion 60 000 Bankschulden), Außenstände 358132 M, die im Ver 
hältnis zum Umsatz zu gering erscheinen mußten; auf Anfrage wurde er 
klärt, daß die Waren-Forderungen in Wirklichkeit um etwa l'/i Mill. höher 
seien, auch die Bankschulden seien größer, man habe den größten Teil der 
Außenstände an eine Bank verpfändet, in der Bilanz diese Forderungen 
und dementsprechend das Darlehen des Bankiers weggelassen.
	        
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