Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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In  Münden  ging  namentlich  Gut  nach  Frankfurt,  auch  nach
den  Zwischenorten  Butzbach,  Friedberg,  von  der  Weser  auf  die
Achse  über;  ein  geringerer  Verkehr  ging  auch  von  Münden  per  Achse
direkt  nach  Thüringen.
Vermöge  seines  Umschlages  auch  von  Weser  zu  Fulda  und
Werra  war  es  der  wichtigste  Speditionsplatz  an  der  Oberweser,  trieb
auch  Eigenhandel.
In  Kriegszeiten  wurde  Münden  zeitweilig  der  einzige  Eingang
für  Süddeutschland,  so  in  den  französischen  Kriegen  am  Ende  des
achtzehnten  Jahrhunderts.  In  diesen  Jahren  arbeiteten  die  Mündener
Kaufleute  sogar  mit  der  Schweiz.

Dr.  Heineken,  der  die  Oberleitung  des  Baues  hatte,  verschafft  hatte.  Datiert
Weimar,  den  10.  Februar  1829.
„Die  Notizen  mit  dem  Interims-Rifs  der  neuen  Anstalten  an  der  Einmündung ­
  des  Weserfluases  sind  von  mir  höchst  dankbar  empfangen  worden;
sagen  Sie  das  ja  Ihrem  teilnehmenden  Freunde  und  bitten  denselben,  von  Zeit
zu  Zeit  mir  das  nähere  wissen  zu  lassen.  Ich  habe  dabei  kein  anderes  Interesse
als  das  allgemeine  Deutsche  Continentale.  Seit  der  Kasseler  Zusammenkunft
und  den  dortigen  Beschlüssen  (Goethe  erinnert  an  die  Gründung  des  Mitteldeutschen ­
  Handelsvereins  1828)  mufs  uns  höchst  wichtig  sein,  eine  Unternehmung, ­
  die  der  Weser  erst  ihre  Würde  gibt,  vorschreiten  zu  sehen  und  wenn
an  jenem  westlichen  Ende  etwas  Bedeutendes  der  Art  eingeleitet  wird,  so  mufs
es  bis  zu  uns  herauf  in  die  Werra  bis  Wanfried  wirken.
In  Erwartung  des  Weiteren  bitte  mir  die  Orte  zu  nennen,  durch  welche
der  Weg  von  der  neuen  Anlage  bis  Bremen  geführt  wird;  ich  habe  drei  Spezial-Chavten
  vor  mir,  und  es  würde  mir  angenehm  sein,  mich  näher  zu  orientieren.
Müssen  wir  doch  so  viel  von  den  englischen  Docks,  Kanälen  und  Eisenbahnen
uns  vorerzählen  und  vorbilden  lassen,  dafs  es  höchst  tröstlich  ist,  an  unserer
westlichen  Küste  dergleichen  auch  unternommen  zu  sehen  etc.
treulichst
J.  W.  v.  Goethe.“

in  der  Sammlung:  Freundschaftliche  Briefe  von  Goethe  und  seiner  Frau  an
Nicolans  Meyer,  Leipzig,  Hermann  Hartung,  1856,  S.  57,  58.
Vgl.  Eokermann,  Gespräche  mit  Goethe  unterm  10.  Februar  1829.
Reclamsohe  Ausgabe  II,  S.  41.
Goethes  Tagebuch  vom  9.  Februar  1829.  1  ...  .
Meyers  Schreiben  undatiert.  j  oe *  6  rc  1T ’  elmar '
Mitteilung  nach  Geh.  Regierungsrat  Klein,  Berlin,  Goethe  und  die  Anlage
des  Bremer  Hafens,  im  Bremischen  Jahrbuch,  Bd.  XIV.,  1888,  S.  172—176.
Dann  all  die  vielen  Bestrebungen,  die  in  Duckwitz  Schriften  zu  Tage
treten,  Bremen  als  natürlicher  Hafen  von  Thüringen,  Hessen  und  Bayern,  um
so  mehr  betrieben,  da  der  Rhein  immer  mehr  Einflufs  gewann,  die  Artikelsammlung ­
  Hormayrs,  die  Fragmente,  auch  die  Jahresberichte  der  Vereinten
Weser-Dampfschiffahrt,  die  diese  Wichtigkeit  immer  wieder  betonen.
Über  die  weiterschauenden  Pläne  im  folgenden.
            
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