Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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per  Achse  an  die  Leine  zu  schaffen,  wodurch  dann  eine  aus  Leine,
Aller  und  Ostekanal  bestehende  grofse  Schiffahrtsroute  ganz  mitten
durch  Hannover 1 )  entstände.
1798  hatte  der  Geller  Advokat  Wagner  den  Plan,  an  der  alten
Stelle  der  Karlsburg  einen  Hafenplatz  zu  errichten,  neu  aufgegriffen
und  dachte  auch  an  einen  Kanal  von  der  Geeste  zur  Lesum,  fand
aber  kein  Glück  damit  beim  hannoverschen  Commerz-Collegium.
Er  wandte  sich  auf  der  Basis  einer  bremisch-hannoverschen  Gesellschaft, ­
  die  unter  der  Direktion  einiger  Mitglieder  des  bremischen
Rats  stehen  würde,  auch  nach  Bremen,  fand  aber  auch  hier  kein
Entgegenkommen,  da  der  Plan  als  wesentlich  im  hannoverschen
Interesse  angesehen  wurde.  Er  gab  seinen  Plan  auf,  als  das
hannoversche  Commerz-Collegium  nur  3000  für  eine  Hafenanlage
aufzuwenden  gedachte 1  2 ).
Napoleon  wollte  die  Seine  mit  der  Ostsee  verbinden  und  durch
die  Aller  an  die  Elbe  und  das  preufsische  Kanalnetz,  das  ja  bis
nach  Polen  eine  Verbindung  ergab,  anschliefsen  und  aufserdem  die
Weser  mit  dem  Main  und  nach  dem  oberen  Rhein  in  Verbindung
setzen 3 ) 4  *  *  *  8 ).  Der  Plan  der  Weser-Main-Verbindung  wurde  bereits  1808
1 )  Die  Pläne  wegen  des  Kanals  sind  erörtert  und  das  Ausschreiben  des
Commerz-Collegiums  wegen  der  neu  eingerichteten  Route  ist  mitgeteilt  bei
Patje,  Abrifs  des  Fabriken-,  Gewerbe-  und  Handlungszustandes  in  den
churbr.  -  lüneburgiseben  Landen,  1796,  S.  448  und  489;  s.  a.  v.  Reden,  Das
Königreich  Hannover,  II.,  1839,  S.  258;  Hannovers  Seeschiffahrt,  I.  Heft,  Leer
1853,  S.  44  ff.,  71.  Ein  Werra-Leine-Kanal  ist  einmal  im  16.  Jahrhundert
geplant,  und  Herzog  Erich  I.  von  Kalenberg  unterbreitet  worden  S.  W.  Lotze,
Geschichte  der  Stadt  Münden,  1878,  S.  35;  (v.  Hormayr),  Fragmente,  II.,
S.  19  ff.
2 )  W.  v.  Hippen,  Die  Gründung  Bremerhavens  in  Johann  Smidt,  ein
Qedenkbuch  zur  Säkularfeier  seines  Geburtstages  5.  Nov.  1873,  Bremen  1873,
S.  197  ff;  R.  Ehmck,  Festungen  und  Häfen  an  der  unteren  Weser,  im  Brem.
Jahrbuch  I.  Bd.  S.  64  ff.  Über  den  bremischen  Plan  von  1795,  von  Hannover
einen  Landstrich  für  den  Hafen  an  der  ünterweser  zu  erwerben,  s.  W.  v.  Bippcn,
in  Job.  Smidt,  S.  198.  Geschichte  der  Stadt  Bremen,  HI.  Bd.,  1904,  S.  284,  432.
8 )  Wenn  man  nicht  auf  die  Bremer  Bürger  zurückgreifen  will,  die  1542  den
Kanal  von  der  Weser  nach  der  Elbe  bauen  wollten,  so  kann  man  einen  Gedanken
an  diese  Verbindung  der  deutschen  Ströme  bei  Leibnitz  finden.  Gothofredi
Guillelmi  Leibnitii  opera  omnia,  nunc  primum  collecta  Studio  Ludovici
Dutens,  tom.  V.,  Genevae  1768,  p.  546:  Lettre  ä  M,  Busch.  Ex  Otio
Hannoverano  Felleri.  Ann.  1697.  „Et  c’est  ä  ceux  d’  Embden  de  prouver,
qu’ils  ont  un  droit,  qui  oblige  le  Prince  &  les  autres  de  passer  par  leur  ville.  Le
memoire  ajoute,  que  si  cela  reussissoit,  on  pourroit  trouver  par-lä  le  moyen
de  faire  encore  quelques  autres  canaux,  &  d’aller  jusques  dans  le  Zuyder-See.
A  cela  je  reponds,  tant  mieux;  car  ainsi  on  auroit  une  binnenlandische  Vaert
            
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