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Faktoren erschien in der späteren Zeit als der eigentliche Inhalt
des Stapelrechts oder Niederlagsrechts des Platzes 1 ), — soweit das
letztere als blofses Umladerecht, Rottrecht, nicht auch einfach verschwunden
war 2 ) —, verbunden mit dem kaufmännischen Stadtrecht 3 ).
Die Fuhrmannsvorrechte waren zu Lande in den Plätzen, wo
sie bestanden hatten, nahezu verschwunden 4 ); man arbeitete im
Anfänge des neunzehnten Jahrhunderts mit einem stark fluktuierenden
Fuhrwerk 6 ), in der Binnenschiffahrt hatten die Vorrechte einheimischer
Schifter gröfsere Kraft oder es bestand Gildenschiffahrt, bei der die
Schiffer der betreffenden Flufsstrecke, die ja geschlossener ist als
eine Strafse, in einer Gilde zusammenstanden 6 ).
') Sehr interessant sind die Verhältnisse in Lüneburg; vgl. J. Wilh,
A1 b e r s, ürkundl. Nachr. v. d. Handels-Privilegien, w. d. durchl. Churhaus
Brandenburg vorm. d. St. Lüneburg gewähret hat, Göttingen 1833; E. Baasch,
Z. Gesch. d. Verk. zw. Lünebg. u. Hambg., Zeitschr. d. histor. Ver. f. Niedersachsen,
1903, H. 2; Verordnungen des Lüneburger Magistrats in Speditions- etc.
Angelegenheiten, in einem Bande der Hamburger Kommerzbibliothek.
2 ) Vgl. z. B. J. Baader, Chronik des Marktes Mittenwald, Nördlingen
1880, S. 188.
3 ) Vgl. u. a. noch ein Schreiben des Bremer Besteders Schaer von 1825,
wegen Dmladen in Brinkum (Bremer Staatsarchiv) und Verordnung der Kgl.
Bayr. Regierung, das Speditionswesen der Stadt Nürnberg betreffend, 1821
(Abdruck bei Leuchs, Handelslexicon, Nürnberg 1826, S. 1608) u. a,;
Ehrenberg, a. a. 0., S. 80. Es ist gleichzeitig Ausfiuls des Umfuhrrechts,
nemini licitum sit per villas circumire, wie es Leipzig und Lüneburg in besonders
scharfer Weise auf meilenweite Erstreckung gegen benachbarte Städte
in Anspruch genommen haben, vgl. A Ibers u. Leipz, Stapellit. a. a. 0., andere
minder konkurrenziert belegene Orte nicht so markant ausgeübt, haben (einige
Beisp. b. Heinr. Stephan, D. Verkehrsleben i. Mittelalt., Histor. Taschenbuch,
hrsg. v. Fr.' v. Raumer, IV. Folge, X. Jahrg., 1869, S. 357), für Bremen
u. a. Proclama d. Brem. Rats, dafs keine Eichenschiffer und Karrenführer
Bremen Vorbeigehen sollen, vom 6. August 1585, Brem. Staatsarch. Stapelrechtsakten,
Proklame vom 20. März 1648, 8. Nov. 1704, 29. Jan. 1725, Sammlg.
versch. Verordn., w. i, Hdlgs.-, Schiff- etc. Sachen der Kayserl. fr. R.-Stadt
Bremen ausgeg., Bremen 1750, S. 48, 51, 52,
*) D. a. Akten des Bremer Staatsarchivs; zeitgenössische kaufmännische
Lehrbücher, handelsrechtl. Darstellungen etc. etc. S. i. übr. meine Darstellung
des Frachlfuhrwesen.
5 ) Vgl. a. den hannoverschen Entwurf einer Übereinkunft unter den
deutschen Bundesstaaten zur Begünstigung des Durchfuhrhandels 1832, §§ 6
u - 7, Abdruck bei Job. Rieh. Mucke, Zur Vorgeschichte d. d. Zollver.,
insb. d. Bestr. d. mitteld. Ver. geg. d. preul's. Zollver., Leipzig 1869, S. 105.
*) S. die in meiner Schrift: Zur Geschichte der alten Handelsstrafsen
m Deutschland im Literaturverzeichnis verwiesene Binnenschiffahrtsliteratur.